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Freitag, 21. August 2009
Mit dem Orientierungssinn einer Katze
Angeblich finden Katzen IMMER wieder nach hause. Wenn das stimmt habe ich vielleicht ein paar Katzengene in mir. Warum? Ganz einfach. Da ich am Montag ein Meeting im Büro südlich von Stockholm habe und ich nicht einsehe mir nur deshalb eine Fahrkarte zu kaufen, bin ich heute nach der Arbeit schonmal dort hin gefahren. Es kann schließlich nicht schaden wenn ich am Montag weiß wo ich hinmuss. Ganz professionel habe ich mir vorher bei Datenkrake.maps die Strecke ausgedruckt. Größtenteils ging es auch gut, aber an einer Stelle musste ich dann doch mein Handy rausholen, ein offenes WLAN suchen und mich bei besagtem Dienst lokalisieren lassen. Alles in allem habe ich für den Hinweg ca. 70 Minuten gebraucht. Für eine Strecke von 13km nicht sehr rühmlich. Aber jetzt kommt die Katze ins Spiel. Auf der Rückfahrt musste ich nicht ein einziges Mal überlegen wo ich abbiegen muss. Folgerichtig habe ich auch nur 45 Minuten für den Weg gebraucht. Vielleicht fahre ich morgen die Strecke nochmal mit Rucksack um mich am Montag nicht zu überanstrengen.
Samstag, 15. August 2009
Vasamuseum
Heute habe ich es endlich geschafft ins Vasamuseum zu gehen. Genau genommen bin ich gefahren. Da ich bislang noch keine Notwendigkeit sah mir ein Ticket fuer die Bahn zu kaufen bin ich auch heute wieder mit dem Fahrrad gefahren. Die Strecke vom Hotel bis zum Museum habe ich in ca. 40 Minuten geschafft. Dabei bin ich aber noch nicht den optimalen Weg gefahren. Mit ein wenig Übung sollte es auch in einer halben Stunde zu schaffen sein.
Im Museum wurde ich erstmal von einer langen Schlange am Eingang überrascht. Zum Glück ging es schnell voran, so dass ich keine 10Minuten warten musste bis ich drin war. Im Inneren gibt es eine große Halle in der die Kriegsgaleone Vasa steht. Drum herum sind verschiedene Galerien auf denen Interessantes um das Schiff, das Leben auf dem Schiff und die damaligen Umstände ausgestellt ist. Im Eingangsbereich befindet sich zudem ein Kino mit einem 25 minütigen Film über die Vasa. Der Film wird abwechselnd in verschiedenen Sprachen gezeigt (Schwedisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch...) da ich nicht so lange warten wollte habe ich mir den Film auf Englisch angesehen. Es gibt auch Touren durch das Museum. Allerdings hatte ich keine große Lust dazu und habe nur einmal bei einer deutschen Führung kurz mitgehört.
Nun aber erstmal ein wenig historische Hintergrundinformation. Im Dreißigjährigen Krieg kämpfte Schweden mit seinem König Gustav II. Adolf gegen Polen. Sigmund, der König von Polen, war pikanter Weise der Vetter von Gustav II. Adolf und wurde von diesem vom schwedischen Thron gejagt. Im Jahre 1625 gab der schwedische König den Bau von vier Kriegsschiffen in Auftrag, eine davon war die Vasa. Das Schiff war das bis dahin größte der schwedischen Flotte. Allein für den Bau der Vasa mussten 1000 Eichen gefällt werden, weshalb es in der Zeit unter Strafe stand eine Eiche ohne Auftrag der Krone zu fällen. Wiederholungstätern drohte sogar die Todesstrafe.
Im Laufe der Bauarbeiten wurde bekannt, dass die dänische Flotte an einem Schiff mit zwei Kanonendecks arbeitet. Gustav II. Adolf befahl daraufhin im Jahre 1627 auch die Vasa mit einem zweiten Kanonendeck auszustatten. Um die Gegner weiter einzuschüchtern und die eigene Überlegenheit zu demonstrieren wurde das Schiff mit 700 Skulpturen ausgestattet.
Im Jahre 1628 wurde die Vasa schliesslich fertig gestellt. Bevor das Schiff auf seine Jungfernfahrt ging wurde es einem Stabilitätstest unterzogen um die Krängung des Schiffes zu prüfen. Dazu liefen 30 Matrosen von einer Seite des Schiffes zur anderen (Man erinnere sich an die Szene in Fluch der Karibik III in der Jack Sparrow die Black Pearl auf diese Weise "umdreht") Der Admiral lies den Test schließlich abbrechen um ein Kentern der Vasa zu verhindern. Da der König, der sich zu der Zeit in Polen befand, aber auf die Auslieferung des Schiffes drängte trat die Vasa am 10. August 1628 ihre Jungfernfahrt an. An Bord waren 90 Matrosen. Die 300 Soldaten die zur Besatzung gehörten sollten erst später an Bord gehen. Ein vermutlich verheerender Fehler. Denn nach gerade einmal 1300m kenterte die Vasa und sank auf den Grund des Stockholmer Hafens.
Der Grund für das Kentern war, dass durch das nachträglich eingebaute Kanonendeck der Schwerpunkt nach oben gewandert war. Um dies auszugleichen genügten die 120 Tonnen Steine im Rumpf nicht mehr aus. Nach heutigen Schätzungen hätten es 100t mehr sein müssen. Vermutlich hätten sogar die 70t Material welche die Soldaten mit an Bord gebracht hätten ausgereicht um das Schiff zu stabilisieren. Im Museum gab es dazu eine sehr gut gemachte Simulationssoftware mit der man Breite, Rumpfform, Kanonenverteilung, Proviant und Balast nach belieben ändern kann. Das selbst erstellte Schiff kann man dann verschiedenen Windbedingungen aussetzen und prüfen ob es auch gekentert wäre. Zudem wurde die Theorie hinter der Schiffsstatik erklärt.
Bereits wenige Jahre nach dem Unglück wurden die ersten Bergungen unternommen. Dabei ging es aber hauptsächlich um die wertvollen Kanonen von denen auch fast alle gehoben werden konnten. Erst 1956 wurde das Wrack dann wieder entdeckt. In den folgenden Jahren wurden sechs Tunnel unter dem Rumpf gegraben durch die später die Seile verlegt wurden mit denen das Schiff gehoben wurde. Nachdem es zwischenzeitlich in einer anderen Halle ausgestellt wurde ist die Vasa seit 1990 im heutigen Vasamuseum zu besichtigen.
Der Besuch hat sich durchaus gelohnt. Allerdings gibt es nicht einen eindeutigen Weg durch das Museum. Man muss an einigen Stellen mehrmals vorbei und Leute ohne Orientierung werden einige Ecken sicherlich gar nicht erst zu Gesicht bekommen.
Bilder habe ich gemacht... bin aber zu faul sie einzufügen.
PS: Irgendwie musste ich die ganze Zeit daran denken, dass sich in den letzten knapp 400 Jahren kaum etwas geändert hat. Nachträgliches hinzufügen von Features und Zeitdruck bei der Fertigstellung führt heutzutage zwar nicht unbedingt zum Sinken eines Schiffes, aber gerade bei Softwareprojekten kann man immer wieder beobachten wie diese beiden Fehlern zu fehlerhafter und instabiler Software führen.
Im Museum wurde ich erstmal von einer langen Schlange am Eingang überrascht. Zum Glück ging es schnell voran, so dass ich keine 10Minuten warten musste bis ich drin war. Im Inneren gibt es eine große Halle in der die Kriegsgaleone Vasa steht. Drum herum sind verschiedene Galerien auf denen Interessantes um das Schiff, das Leben auf dem Schiff und die damaligen Umstände ausgestellt ist. Im Eingangsbereich befindet sich zudem ein Kino mit einem 25 minütigen Film über die Vasa. Der Film wird abwechselnd in verschiedenen Sprachen gezeigt (Schwedisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch...) da ich nicht so lange warten wollte habe ich mir den Film auf Englisch angesehen. Es gibt auch Touren durch das Museum. Allerdings hatte ich keine große Lust dazu und habe nur einmal bei einer deutschen Führung kurz mitgehört.
Nun aber erstmal ein wenig historische Hintergrundinformation. Im Dreißigjährigen Krieg kämpfte Schweden mit seinem König Gustav II. Adolf gegen Polen. Sigmund, der König von Polen, war pikanter Weise der Vetter von Gustav II. Adolf und wurde von diesem vom schwedischen Thron gejagt. Im Jahre 1625 gab der schwedische König den Bau von vier Kriegsschiffen in Auftrag, eine davon war die Vasa. Das Schiff war das bis dahin größte der schwedischen Flotte. Allein für den Bau der Vasa mussten 1000 Eichen gefällt werden, weshalb es in der Zeit unter Strafe stand eine Eiche ohne Auftrag der Krone zu fällen. Wiederholungstätern drohte sogar die Todesstrafe.
Im Laufe der Bauarbeiten wurde bekannt, dass die dänische Flotte an einem Schiff mit zwei Kanonendecks arbeitet. Gustav II. Adolf befahl daraufhin im Jahre 1627 auch die Vasa mit einem zweiten Kanonendeck auszustatten. Um die Gegner weiter einzuschüchtern und die eigene Überlegenheit zu demonstrieren wurde das Schiff mit 700 Skulpturen ausgestattet.
Im Jahre 1628 wurde die Vasa schliesslich fertig gestellt. Bevor das Schiff auf seine Jungfernfahrt ging wurde es einem Stabilitätstest unterzogen um die Krängung des Schiffes zu prüfen. Dazu liefen 30 Matrosen von einer Seite des Schiffes zur anderen (Man erinnere sich an die Szene in Fluch der Karibik III in der Jack Sparrow die Black Pearl auf diese Weise "umdreht") Der Admiral lies den Test schließlich abbrechen um ein Kentern der Vasa zu verhindern. Da der König, der sich zu der Zeit in Polen befand, aber auf die Auslieferung des Schiffes drängte trat die Vasa am 10. August 1628 ihre Jungfernfahrt an. An Bord waren 90 Matrosen. Die 300 Soldaten die zur Besatzung gehörten sollten erst später an Bord gehen. Ein vermutlich verheerender Fehler. Denn nach gerade einmal 1300m kenterte die Vasa und sank auf den Grund des Stockholmer Hafens.
Der Grund für das Kentern war, dass durch das nachträglich eingebaute Kanonendeck der Schwerpunkt nach oben gewandert war. Um dies auszugleichen genügten die 120 Tonnen Steine im Rumpf nicht mehr aus. Nach heutigen Schätzungen hätten es 100t mehr sein müssen. Vermutlich hätten sogar die 70t Material welche die Soldaten mit an Bord gebracht hätten ausgereicht um das Schiff zu stabilisieren. Im Museum gab es dazu eine sehr gut gemachte Simulationssoftware mit der man Breite, Rumpfform, Kanonenverteilung, Proviant und Balast nach belieben ändern kann. Das selbst erstellte Schiff kann man dann verschiedenen Windbedingungen aussetzen und prüfen ob es auch gekentert wäre. Zudem wurde die Theorie hinter der Schiffsstatik erklärt.
Bereits wenige Jahre nach dem Unglück wurden die ersten Bergungen unternommen. Dabei ging es aber hauptsächlich um die wertvollen Kanonen von denen auch fast alle gehoben werden konnten. Erst 1956 wurde das Wrack dann wieder entdeckt. In den folgenden Jahren wurden sechs Tunnel unter dem Rumpf gegraben durch die später die Seile verlegt wurden mit denen das Schiff gehoben wurde. Nachdem es zwischenzeitlich in einer anderen Halle ausgestellt wurde ist die Vasa seit 1990 im heutigen Vasamuseum zu besichtigen.
Der Besuch hat sich durchaus gelohnt. Allerdings gibt es nicht einen eindeutigen Weg durch das Museum. Man muss an einigen Stellen mehrmals vorbei und Leute ohne Orientierung werden einige Ecken sicherlich gar nicht erst zu Gesicht bekommen.
Bilder habe ich gemacht... bin aber zu faul sie einzufügen.
PS: Irgendwie musste ich die ganze Zeit daran denken, dass sich in den letzten knapp 400 Jahren kaum etwas geändert hat. Nachträgliches hinzufügen von Features und Zeitdruck bei der Fertigstellung führt heutzutage zwar nicht unbedingt zum Sinken eines Schiffes, aber gerade bei Softwareprojekten kann man immer wieder beobachten wie diese beiden Fehlern zu fehlerhafter und instabiler Software führen.
Freitag, 17. Juli 2009
Der größte Morgenstern der Welt
Gestern waren wir auf dem größten Morgenstern der Welt der in Stockholm steht und dort als Fernsehturm benutzt wird. Man könnte ihn auch als den häßlichsten Fernsehturm der Welt bezeichnen. Neben seinem Mangel an Ästetik zeichnet sich der Fernsehturm durch die wunderbare Lage aus. Er befindet sich etwas außerhalb von Stockholm, so dass man trotz extremer Weitsicht keine neue Einsicht über die Stadt erhalten konnte.
Die einzigen Gebäude die ich identifizieren konnte waren das Stadshuset, der Science Tower in Kista, den Ericsson Globe und das Nordic Museum.
Bilder folgen wie immer später.
Die einzigen Gebäude die ich identifizieren konnte waren das Stadshuset, der Science Tower in Kista, den Ericsson Globe und das Nordic Museum.
Bilder folgen wie immer später.
Samstag, 11. Juli 2009
Zu Besuch bei der Königsfamilie
Am Samstag waren wir in Drottningholm im Schloss der Königsfamilie. Die Führung die wir dort gemacht haben war ganz nett, aber nichts besonderes. Ich glaube Führungen durch Burgen sind generell spannender als Führungen durch Schlösser, da dort wenigstens noch die Chance besteht etwas über geheimnisvolle Geheimgänge oder andere Anektdoten zu erfahren.
Im Schloss selbst durfte man leider nicht fotografieren. Das hat mich jedoch nicht abgehalten es ab und zu doch zu machen. Im Schlafzimmer, dem Highlight des Schlosses, war das aber leider nicht möglich. Dieses Schlafzimmer ist deshalb so "interessant" weil es größtenteils in Schwarz gehalten ist und lange Zeit als Empfangsraum für hohen Besuch gedient hat.
Wenn ich irgendwann mal wieder mehr Zeit habe werde ich die Bilder einfügen.
Im Schloss selbst durfte man leider nicht fotografieren. Das hat mich jedoch nicht abgehalten es ab und zu doch zu machen. Im Schlafzimmer, dem Highlight des Schlosses, war das aber leider nicht möglich. Dieses Schlafzimmer ist deshalb so "interessant" weil es größtenteils in Schwarz gehalten ist und lange Zeit als Empfangsraum für hohen Besuch gedient hat.
Wenn ich irgendwann mal wieder mehr Zeit habe werde ich die Bilder einfügen.
Dienstag, 7. Juli 2009
Wetterbericht für Dienstag den 7. Juli 2009
Am Morgen wird es einen Regenschauer geben. Sollten sie vorhaben mit dem Fahrrad zu fahren steigen sie auf den Bus um. Im Verlaufe des Tages wird das Wetter scheinbar besser. Sobald sie aber das Büro verlassen werden sie froh sein nicht das Fahrrad genommen zu haben. Der Wolkenbruch dauert allerdings nur bis zum Betreten des Hotels an. Sollten sie trotz der anhaltenden Bewölkung noch einmal zum Einkaufen gehen werden sie von einem erneuten Wolkenbruch überrascht, so dass Schuhe, Klamotten und Haare total durchnässt sind wenn sie wieder im Hotel sind.
Mit anderen Worten: Da jetzt nichtmal mehr das Wetter gut ist gibt es absolut gar nichts mehr was den Aufenthalt erträglich macht.
Mit anderen Worten: Da jetzt nichtmal mehr das Wetter gut ist gibt es absolut gar nichts mehr was den Aufenthalt erträglich macht.
Dienstag, 16. Juni 2009
Volvo Ocean Race in Stockholm II
Heute war ich im Race Village vom Volvo Ocean Race. Das Wetter war den ganzen Tag über herrlich. Keine Wolke zeigte sich am strahlend blauen Himmel. Das änderte sich natürlich schlagartig als ich das Büro verließ und mich in die Innenstadt begab. Es waren zwar auch ein paar dunkle Wolken dabei, aber das hat mich erstmal nicht weiter gestört. Immerhin hatte ich mich schon den ganzen Tag darauf gefreut.
Der Eingang zum Race Village könnte einen schon böses ahnen lassen. Doch noch war ich guter Dinge ein paar interessante Sachen zu sehen. In der Kuppel links wird übrigens ein Film über das Ocean Race gezeigt. Vielleicht werde ich mir den angucken wenn ich nochmal hingehen sollte. Ob ich das mache ist allerdings fraglich. Denn leider ist dies nicht der Eingang in eine spannende Welt voller Segelsport sondern der Eingang zur (Werbe-)hölle. Ich konnte kaum 10m weit gehen ohne von irgendeiner wandelnden Litfaßsäule angesprochen zu werden ob ich nicht einen Prospekt haben möchte. Zugegebenermaßen war es heute sehr leer und entsprechend wenige Opfer gab es für die Werbeheinis, aber trotzdem könnte man ein bisschen weniger aufdringlich sein. Besonders weil sowieso fast alle Stände nur der Werbung dienen.
So wie dieser Stand. Der war aber immerhin noch mit Notebooks von HP ausgerüstet. Natürlich gibt es auch ein "Autohaus" von Volvo auf dem Gelände in dem die gesamte Modellpalette inklusive Bussen und Baumaschinen ausgestellt wird. Eine der wenigen Ausnahmen vom Werbewahnsinn war ein kleines Becken in dem man selbst einmal mit Modellbooten segeln durfte.
Die meiste Zeit hängen die Boote allerdings irgendwo am Beckenrand. Das Segelboote nicht gegen den Wind fahren können scheint sich bei den Amateurkapitänen noch nicht herumgesprochen zu haben.
Ein weiter Stand der ein wenig Abwechslung bietet ist die Grinding Challenge. Dort sind zwei Grinder aufgebaut und es geht darum möglichst schnell eine bestimmte Anzahl an Umdrehungen zu schaffen. Aufgrund meiner Schulter habe ich mir verkniffen dort teilzunehmen. Aber im Prinzip ist das eine gute Idee und macht sicherlich auch viel Spaß.
Spaß hatten auch die Teilnehmer des Junior Cups. Der fand aber leider, wie alle spannenden Aktivitäten, tagsüber statt, so dass ich nur noch die vertäuten Boote fotografieren konnte.
Jetzt fragt sich sicher mancher wo die richtigen Boote sind. Die werden im Laufe des morgigen Tages erwartet. Solange muss man sich mit zwei Booten aus den Vorjahren begnügen. Es wäre ja noch einmal schön gewesen wenn man diese besichtigen könnte, aber leider musste ich mich Fotos aus der Distanz vorlieb nehmen.

Ein weiter Stand der ein wenig Abwechslung bietet ist die Grinding Challenge. Dort sind zwei Grinder aufgebaut und es geht darum möglichst schnell eine bestimmte Anzahl an Umdrehungen zu schaffen. Aufgrund meiner Schulter habe ich mir verkniffen dort teilzunehmen. Aber im Prinzip ist das eine gute Idee und macht sicherlich auch viel Spaß.
Spaß hatten auch die Teilnehmer des Junior Cups. Der fand aber leider, wie alle spannenden Aktivitäten, tagsüber statt, so dass ich nur noch die vertäuten Boote fotografieren konnte.
Samstag, 13. Juni 2009
Stockholm City Hall
Heute war das Wetter leider wieder zum Weglaufen. Trotzdem sind wir heute in die Stadt gefahren und haben uns die City Hall (den schwedischen Namen konnte ich mir nicht merken) angeguckt. Wobei angeguckt übertrieben ist. Wir waren da und haben beschlossen, dass es sich lohnt bei gutem Wetter wieder dorthin zu gehen. Dann werde ich auch auf den Turm gehen. Heute hätte man vor lauter Wolken wohl keine schöne Sicht gehabt.
Die City Hall von Stockholm
Für den interessierten Leser die Beschreibung auf Schwedisch und Englisch.
An der Ostseite (geraten) liegt Tutanchamun (gelogen)
Von diesem Turm hat man bei schönem Wetter eine wunderbare Aussicht über Stockholm.
Nachtrag: Da einige Fragen aufgetaucht sind habe ich mich doch noch einmal schlau gemacht. Die City Hall ist das politische Zentrum der Stadt Stockholm. Ungefähr 200 Politiker und Beamte haben ihre Büros dort. Auch der Bürgermeister regiert von dort.
Darüber hinaus befindet sich dort der nobelste Ballsaal von Stockholm in dem auch das jährliche Dinner zur Ehrung der Nobelpreisträger stattfindet.
Wer noch mehr Informationen sucht klickt hier.
Mittwoch, 10. Juni 2009
Öffentlicher Nahverkehr in Stockholm
Da sowohl gestern als auch heute leider nicht so viel passiert ist werde ich jetzt einfach mal ein bisschen was über das Verkehrssystem in Schweden schreiben. Der Dienstleister für den öffentliche Nahverkehr in Stockholm ist Storstockholms Lokaltrafik (SL).
Wenn man die Stadt erkunden will bietet es sich an eine der Travelcards zu kaufen. Diese gibt es für einen Tag(100SEK), drei Tage(200SEK), sieben Tage(270SEK) oder 30 Tage (690SEK). Für Personen unter 20 und über 65 ist der Preis um 40% reduziert.
Mit diesen Tickets hat man dann die Wahl zwischen vier verschiedenen Transportmitteln. Die roten Busse, die blauen Busse, die T-Bana und die J-Bana. Die roten Busse sind gewöhnliche Stadtbusse. Die blauen Busse halten an weniger Haltestellen und sind für etwas weitere Strecken geeignet. Die T-Bana oder Metro entspricht der U-Bahn in Deutschland. Die J-Bana ist das äquivalent zur deutschen S-Bahn. Damit kommt man dann auch wirklich fast überall hin.
FAST, denn zum Flughafen in Arlanda kommt man mit diesem Ticket nicht. Dafür gibt es den Arlanda Express, einen Zug der alle 15 Minuten zwischen Arlanda und Stockholm Hauptbahnhof pendelt. Die Fahrt dauert damit ca. 20 Minuten. Alternativ kann man mit Flygbussarna auch mit dem Bus nach Stockholm fahren. Vorteil dabei ist, dass man auch an Zwischenstationen aussteigen kann. Mit beiden Gesellschaften kostet eine einfache Fahrt ca. 11€.
Hat man also erstmal eine solche Karte muss man nur noch wissen wie sie zu benutzen ist. Das Prinzip dabei ist ganz einfach. Am Zugang zu den Gleisen befinden sich Drehkreuze. Dort reicht es die Karte auf eine markierte Fläche zu legen, damit das Drehkreuz freigegeben wird. Bei den Bussen befindet sich ein solcher Kartenleser beim Busfahrer. Abhängig von der gültigkeit der Karte gibt es drei Farben. Grün: Karte gültig, Gelb: Karte weniger als drei Tage gültig, Rot: Karte ungültig.
In die Busse wird grundsätzlich vorne beim Fahrer (und Kartenleser) eingestiegen. Die hinteren Türen sind nur zum Aussteigen gedacht. Ansonsten ist Busfahren genauso wie in Deutschland. Wobei es eine Konstellation gibt, die ich heute erlebt habe, die etwas davon abweicht. Es sei gegeben: Eine Bushaltestelle an der zwei verschiedene Linien halten, ein Bus der Linie 1, ein Bus der Linie 2 sowie ein Björn. Nun steht Björn also an der Bushaltestelle und wartet auf den Bus der Linie 2. Dieser kommt auch, aber kurz vor ihm ein Bus der Linie 1. Der Bus von Linie 1 hält also an der Bushaltestelle, weil dort ein Björn wartet. (Woher soll er auch wissen, dass ich mit einem anderen Bus fahren möchte) Dummerweise will aus dem Bus der Linie 2 niemand an dieser Haltestelle aussteigen. Deshalb fährt der Bus an Bus 1, der Haltestelle und Björn vorbei. Somit musste ich dann auf den nächsten Bus warten der mich zum Hotel bringt.
Beim Bahnfahren sollte man sich nicht von den Türen verunsichern lassen. Diese werden zentral vom Lokführer geöffnet. Daher dauert es manchmal ein wenig bis sich die Türen wirklich öffnen. Es gibt zwar einen Knopf an den Türen, dieser ist aber ohne Funktion. Ansonten ist nur noch bemerkenswert, dass in den J-Bana auf der einen Seite zwei und auf der anderen Seite drei Sitze nebeneinander sind. Es gibt also insgesamt mehr Sitzplätze als in Deutschland.
Wenn man die Stadt erkunden will bietet es sich an eine der Travelcards zu kaufen. Diese gibt es für einen Tag(100SEK), drei Tage(200SEK), sieben Tage(270SEK) oder 30 Tage (690SEK). Für Personen unter 20 und über 65 ist der Preis um 40% reduziert.
Mit diesen Tickets hat man dann die Wahl zwischen vier verschiedenen Transportmitteln. Die roten Busse, die blauen Busse, die T-Bana und die J-Bana. Die roten Busse sind gewöhnliche Stadtbusse. Die blauen Busse halten an weniger Haltestellen und sind für etwas weitere Strecken geeignet. Die T-Bana oder Metro entspricht der U-Bahn in Deutschland. Die J-Bana ist das äquivalent zur deutschen S-Bahn. Damit kommt man dann auch wirklich fast überall hin.
FAST, denn zum Flughafen in Arlanda kommt man mit diesem Ticket nicht. Dafür gibt es den Arlanda Express, einen Zug der alle 15 Minuten zwischen Arlanda und Stockholm Hauptbahnhof pendelt. Die Fahrt dauert damit ca. 20 Minuten. Alternativ kann man mit Flygbussarna auch mit dem Bus nach Stockholm fahren. Vorteil dabei ist, dass man auch an Zwischenstationen aussteigen kann. Mit beiden Gesellschaften kostet eine einfache Fahrt ca. 11€.
Hat man also erstmal eine solche Karte muss man nur noch wissen wie sie zu benutzen ist. Das Prinzip dabei ist ganz einfach. Am Zugang zu den Gleisen befinden sich Drehkreuze. Dort reicht es die Karte auf eine markierte Fläche zu legen, damit das Drehkreuz freigegeben wird. Bei den Bussen befindet sich ein solcher Kartenleser beim Busfahrer. Abhängig von der gültigkeit der Karte gibt es drei Farben. Grün: Karte gültig, Gelb: Karte weniger als drei Tage gültig, Rot: Karte ungültig.
In die Busse wird grundsätzlich vorne beim Fahrer (und Kartenleser) eingestiegen. Die hinteren Türen sind nur zum Aussteigen gedacht. Ansonsten ist Busfahren genauso wie in Deutschland. Wobei es eine Konstellation gibt, die ich heute erlebt habe, die etwas davon abweicht. Es sei gegeben: Eine Bushaltestelle an der zwei verschiedene Linien halten, ein Bus der Linie 1, ein Bus der Linie 2 sowie ein Björn. Nun steht Björn also an der Bushaltestelle und wartet auf den Bus der Linie 2. Dieser kommt auch, aber kurz vor ihm ein Bus der Linie 1. Der Bus von Linie 1 hält also an der Bushaltestelle, weil dort ein Björn wartet. (Woher soll er auch wissen, dass ich mit einem anderen Bus fahren möchte) Dummerweise will aus dem Bus der Linie 2 niemand an dieser Haltestelle aussteigen. Deshalb fährt der Bus an Bus 1, der Haltestelle und Björn vorbei. Somit musste ich dann auf den nächsten Bus warten der mich zum Hotel bringt.
Beim Bahnfahren sollte man sich nicht von den Türen verunsichern lassen. Diese werden zentral vom Lokführer geöffnet. Daher dauert es manchmal ein wenig bis sich die Türen wirklich öffnen. Es gibt zwar einen Knopf an den Türen, dieser ist aber ohne Funktion. Ansonten ist nur noch bemerkenswert, dass in den J-Bana auf der einen Seite zwei und auf der anderen Seite drei Sitze nebeneinander sind. Es gibt also insgesamt mehr Sitzplätze als in Deutschland.
Sonntag, 7. Juni 2009
Insel, Brücke, Insel, Brücke, Sackgasse
Nach der Entäuschung in Kista habe ich mich direkt auf den Weg in die Innenstadt nach Stockholm gemacht. Mein Ziel war es endlich mal etwas von dem Wasser zu sehen was es in Stockholm so reichlich geben soll. Auf dem Weg dahin habe ich aber erstmal feiernde Dänen
und sehr viele Schweden mit Fahnen gesehen. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, dass die Schweden sich auch einfach auf das Fußballspiel freuen. Erst später habe ich erfahren, dass der 6. Juni der schwedische Nationalfeiertag ist.
Stockholm rühmt sich damit auf 14 Inseln erbaut worden zu sein. Diese sind angeblich mit 57 Brücken verbunden. Zum Vergleich: Hamburg hat weit über 2000 Brücken. Dummerweise kann man in Stockholm schnell in eine Sackgasse laufen. Nach zwei Inseln war Ende. Es gab keine Brücke mehr mit der ich auf eine neue Insel gelangen könnte. Also musste ich wieder umkehren. So habe ich aber wenigstens noch ein paar Stadtteile übrig die ich in den nächsten Tagen erkunden kann.
Diese königliche Brücke...
...führt nicht nur zu diesem Schiff...
...sondern auch in eine Sackgasse. Den Freizeitpark konnte ich nicht erreichen.
Auf dem Weg habe ich dann noch die schwedische Art des Polos gesehen. Man nehme zwölf Schweden die sich, ihrem Outfit nach zu urteilen, zur Oberschicht zählen. Dazu kommt dann noch ein Croquet-Set aus dem Spielzeuggeschäft. (Da bin ich mir sicher, weil die Einkaufstüte mit der Verpackung noch auf dem Rasen lag) Dann nehmen sechs Leute jeweils einen anderen huckepack und los gehts. Das mag zwar ganz lustig sein, aber wenn man dazu kurze Hosen, schwarze Lackschuhe, Kniestrümpfe und Sacko trägt wirkt das alles ziemlich peinlich.
Samstag, 6. Juni 2009
Der höchste Turm Stockholms
Heute habe ich einen (sehr) kleinen Ausflug nach Norden gemacht. Genau genommen nach Kista (ausgesprochen Chiesta oder so) welches von hier aus zwei Stationen mit der Metro entfernt ist. Dort sollte sich ein Einkaufszentrum und der höchste Turm Stockholms befinden.
Das Einkaufszentrum, die Kista Galeria, sieht von außen erstmal gar nicht so toll und groß aus.
Im Inneren war es zwar auch nicht gerade berauschend, aber zumindest besser als der äußere Eindruck.
Daneben befindet sich der Kista Science Tower. Er ist das angeblich höchste Gebäude in Stockholm. Klingt erstmal imposant, aber wenn man an das größte Kaufhaus Schwedens denkt kann man sich schon denken was das heißt. Mit gerade einmal 30 Stockwerken und 128m Höhe ist es nun auch wirklich nicht so groß.
Alles in allem war Kista ein ziemlicher Reinfall. Ich bin froh, dass das dortige Hotel ausgebucht war und wir nun in Solna untergebracht sind. So ist zumindest der Weg nach Stockholm kürzer. Diesen habe ich auch direkt danach angetreten und mir noch ein wenig die Stadt angeguckt.
Das Einkaufszentrum, die Kista Galeria, sieht von außen erstmal gar nicht so toll und groß aus.
Donnerstag, 4. Juni 2009
Karte von Stockholm
Ich habe mich dazu entschieden mit Google Maps eine eigene Karte von Stockholm anzulegen. Wenn immer ich es nachvollziehen kann werde ich darauf die Orte markieren die ich besucht habe.
Ein kleiner Spaziergang durch Stockholm
Wie bereits erwähnt bin ich gestern vom Hauptbahnhof in Stockholm zu Fuß ins Hotel gewandert. Ich hatte eigentlich gedacht, dass das so einfach wird wie meine ersten Erkundungsfahrten in Stuttgart. Was ich dabei nicht bedacht bzw. nicht gewusst habe ist:
Auf den Straßen in der Stadt waren mehrere Lastwagen mit feiernden Menschen und lauter Musik unterwegs. Soweit ich das Schwedisch richtig interpretiert habe waren es Schüler die das Gymnasium abgeschlossen haben und sich jetzt auf das Studium freuen.
Nachdem ich noch eine Weile im Zickzack durch die Stadt geschlendert bin und noch immer keine einzige Stadtkarte gefunden hatte habe ich dann doch mein Handy bemüht. Dank eines offenen WLANs konnte ich in GoogleMaps meine Position bestimmen - und musste feststellen, dass ich die ganze Zeit eher nach Osten als nach Norden gewandert bin. Der weitere Weg war dann einfach und unspektakulär. Als ich mir noch einmal unsicher war in welche Richtung es weitergeht war zum Glück ein Hügel in der Nähe. Dummerweise sah es von dort aus ungefähr so aus:
In Solna habe ich dann endlich eine Stadtkarte gefunden und auch gleich mit Kamera und beiden Handys ein Foto davon gemacht. Nur für den Fall der Fälle, dass ich mich dort einmal verlaufen sollte.
Nach zweieinhalb Stunden war ich dann endlich wieder im Hotel und bin dort auch den Rest des Tages geblieben. Zum einen weil meine Füße müde waren und zum anderen weil aus unerfindlichen Gründen surfen nicht möglich war. Chatten, Mails empfangen und versenden ging, aber keiner meiner Browser wollte eine Webseite aufrufen. Heute im Büro geht es glücklicherweise wieder.
Meine nächste Tour durch Stockholm werde ich vom Hauptbahnhof in Richtung Süden machen. Zum einen ist dort mehr Wasser und außerdem befindet sich dort die Altstadt. Von dort werde ich dann natürlich wieder ausführlich berichten.
- In Stuttgart hatte ich ein Fahrrad. Zu Fuß dauert es erheblicher länger einen einmal eingeschlagenen Irrweg wieder zu verlassen.
- In Stockholm gibt es bei weitem nicht so viele Übersichtskarten wie in deutschen Innenstädten. Nichtmal an jeder Bushaltestelle.
- Stockholm ist flach. Man kann nicht einfach den nächsten Hügel erklimmen und sich orientieren. Und wenn man einen hohen Punkt gefunden hat, dann fehlen die Orientierungspunkte, da alle Straßen mit den gleichen 5 stöckigen Gebäuden bebaut sind.
- Um 17Uhr steht die Sonne nicht im Süden sondern eher im Westen...
Auf den Straßen in der Stadt waren mehrere Lastwagen mit feiernden Menschen und lauter Musik unterwegs. Soweit ich das Schwedisch richtig interpretiert habe waren es Schüler die das Gymnasium abgeschlossen haben und sich jetzt auf das Studium freuen.
Nachdem ich noch eine Weile im Zickzack durch die Stadt geschlendert bin und noch immer keine einzige Stadtkarte gefunden hatte habe ich dann doch mein Handy bemüht. Dank eines offenen WLANs konnte ich in GoogleMaps meine Position bestimmen - und musste feststellen, dass ich die ganze Zeit eher nach Osten als nach Norden gewandert bin. Der weitere Weg war dann einfach und unspektakulär. Als ich mir noch einmal unsicher war in welche Richtung es weitergeht war zum Glück ein Hügel in der Nähe. Dummerweise sah es von dort aus ungefähr so aus:
In Solna habe ich dann endlich eine Stadtkarte gefunden und auch gleich mit Kamera und beiden Handys ein Foto davon gemacht. Nur für den Fall der Fälle, dass ich mich dort einmal verlaufen sollte.
Nach zweieinhalb Stunden war ich dann endlich wieder im Hotel und bin dort auch den Rest des Tages geblieben. Zum einen weil meine Füße müde waren und zum anderen weil aus unerfindlichen Gründen surfen nicht möglich war. Chatten, Mails empfangen und versenden ging, aber keiner meiner Browser wollte eine Webseite aufrufen. Heute im Büro geht es glücklicherweise wieder.
Meine nächste Tour durch Stockholm werde ich vom Hauptbahnhof in Richtung Süden machen. Zum einen ist dort mehr Wasser und außerdem befindet sich dort die Altstadt. Von dort werde ich dann natürlich wieder ausführlich berichten.
Dienstag, 2. Juni 2009
Endlich in Stockholm angekommen
Am Hauptbahnhof in Stockholm haben wir uns zunächst mal eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr gekauft. Mit dem Ticket können Metro und Busse innerhalb von Stockholm benutzt werden. Mit 690 Kronen (ca. 68€) ist es auch noch im Rahmen des Bezahlbaren. Ob ich für den nächsten Monat auch eine kaufe werde ich mir jedoch überlegen. Dazu muss ich in den nächsten Tagen erst einmal die Gegend erkunden und schauen inwiefern man alles auch zu Fuß erreichen kann. Oder vielleicht tut sich ja auch noch eine Möglichkeit für ein günstiges Fahrrad auf.
Das Hotel zu finden war kein Problem, da die Schweden allesamt sehr hilfsbereit sind und gutes Englisch sprechen. Leider wurde das Hotel ohne Frühstück gebucht. Mein Plan mir beim Frühstück den Bauch vollzuschlagen und danach den Tag preiswert zu verbringen geht also nicht auf.
Das Apartment ist angemessen groß, ob es das nach drei Monaten auch noch ist wage ich allerdings zu bezweifeln. Die Schränke sind leider ein Witz. Der einzige Schrank mit genügend Fächern riecht penetrant nach Essen. In den anderen ist nicht genug Stauraum. Die Rezeption versucht weitere Einlegeböden zu organisieren.
Weiterer Kritikpunkt am Apartment ist, dass aus der Lüftung ein sehr unangenehmes Rauschen kommt. So als wenn jemand im Nebenzimmer Staubsaugt. Das Problem ist der Rezeption bekannt und "We will fix it"... irgendwie befürchte ich, dass ich diesen Satz in den nächsten Monaten häufiger zu hören bekomme.
Am Nachmittag waren wir dann auch noch im Einkaufszentrum in Solna und haben unsere ersten Vorräte gekauft. Aber über das Einkaufen und vor allem die Preise in Schweden werde ich später noch extra berichten.
Hinflug Teil 2 - Kopenhagen nach Stockholm
Nachdem ich im ersten Teil meiner Reise nach Kopenhagen geflogen bin sollte es nun von dort aus nach Stockholm weitergehen.




Da auf meiner Boardkarte kein Gate für den Weiterflug vermerkt war hatte ich schon die Befürchtung, dass ich über den halben Flughafen laufen müsste. Meine Sorgen wurden jedoch bereits nach ca. 100m zerstreut, da dort bereits das Flugzeug bereits stand. Da ich mich um das Gepäck auch nicht zu kümmern brauchte konnte ich es mir bequem machen und andere Reisende beobachten.
Besonders interessant war ein Herr der scheinbar ein besonderes Faible für Computer mit einem angebissenen Apfel hat. Zumindest prankte ein solches Logo unübersehbar auf dem Deckel seines Laptops. Was mich jedoch einigermaßen wunderte war, dass der Stiel des Apfels nach unten zeigte. Zudem kam mir das Format des Notebooks für ein Gerät aus Cupertino ungewöhnlich klein vor. Der Sache musste ich natürlich auf den Grund gehen und ging ein wenig spazieren. Dabei kam ich zufälligerweise am Sitzplatz des Herren vorbei und konnte einen Blick auf das innere des Notebooks erhaschen. Dort prangte dann gut sichtbar das Logo des weltweit drittgrößten PC-Herrstellers. Mein Weltbild war wieder gerade gerückt und mittlerweile war auch das Boarding freigegeben.
Im Flugzeug hatte ich wieder einen Sitzplatz am Fenster. Und am Gang. Und dazwischen auch. Nein ich habe nicht den Verstand verloren. In meiner Reihe saß ganz einfach niemand anderes. So konnte ich den Flug über die internationale Ausgabe der New York Times lesen ohne meinem Nachbarn beim Umblättern den Ellenbogen in die Rippen zu jagen. Trotzdem habe ich es natürlich noch geschafft ein paar Fotos zu schießen.
Nach dem Start in Kopenhagen. Der Flughafen befindet sich links.
Diese Brücke führt zu einer Insel welche wiederum durch einen Tunnel mit dem Festland verbunden ist.
Auf den Monitoren wurden nicht nur Fluginformationen sondern auch die Bilder einer Bugkamera angezeigt.
Besonders eindrucksvoll war das bei Start und Landung.
Und noch ein unvermeidliches Foto mit Flügel und Wolken.
Nach einer Stunde Flug bin ich sicher in Stockholm Arlanda gelandet. Am Gepäckband war auch gleich eine Wechselstube in der ich meine restlichen Euros in schwedische Kronen umtauschen konnte. Leider war dort die Schlange nicht lang genug, so dass die Wartezeit auf das Gepäck nicht vollständig überbrückt werden konnte. Kurz vor meinem Gepäck kam Steffen und wir haben uns auf den Weg nach Stockholm mit dem Arlanda Express gemacht.
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