Ich bin wieder in Deutschland und seit heute auch wieder in Stuttgart. In Zukunft werde ich hier nichts mehr schreiben. Ich habe mir aber vorgenommen einen neuen Blog unter neuem Namen anzufangen. sobald der steht werde ich das hier noch einmal schreiben.
Wie ich bereits gedroht habe, habe ich einen neuen Blog gestartet. Ihr könnt ihn unter http://nerdnotiz.wordpress.com finden
Montag, 14. September 2009
Mittwoch, 2. September 2009
Endlich Arbeit
Heute schreibe ich mal direkt aus dem Büro. Aus dem Büro? Japp! Ich bin um 20:30 tatsächlich noch im Büro. Heute kamen endlich die Informationen denen ich drei Monate lang nachgerannt bin. Ok, es kamen zumindest genug Informationen um damit arbeiten zu können. Zudem soll ich morgen um 13Uhr mein Projekt übergeben und muss bis dahin die Informationen von heute verarbeitet haben.
Das Treffen mit meinem Schulfreund im Hardrock Cafe ist deshalb leider ausgefallen. Wir haben aber festgestellt, dass wir am Freitag im gleichen Flugzeug sitzen werden. Wie klein die Welt doch ist.
Das Treffen mit meinem Schulfreund im Hardrock Cafe ist deshalb leider ausgefallen. Wir haben aber festgestellt, dass wir am Freitag im gleichen Flugzeug sitzen werden. Wie klein die Welt doch ist.
Dienstag, 1. September 2009
Der Countdown läuft
Jetzt sind es nur noch zweieinhalb Tage bis ich Schweden wieder verlasse. Ich habe gestern nochmal meine Klamotten gewaschen und auch schon alles eingepackt was ich nicht mehr brauche. Das Busticket zum Flughafen ist auch schon gekauft. Es kann also losgehen. Naja doch noch nicht ganz. Morgen habe ich das Abschlussgespräch mit meinem Betreuer und Abends werde ich mich vorraussichtlich mit einem Schulfreund treffen.
Ehrlich gesagt bin ich ein wenig gespannt wie meine Note für den Einsatz aussehen wird. Ich habe es geschafft lange Zeit wenig zu tun zu haben und dennoch nicht mit dem Projekt fertig zu werden. Zu meiner Verteidigung ist zu sagen, dass man in Schweden im Sommer einfach nicht arbeiten kann. Besonders wenn man hochgradig auf Information von Kollegen angewiesen ist. Diese sind im Sommer nämlich alle im Urlaub. Von den zwölf Wochen die ich hier gearbeitet habe waren fast alle Kollegen sechs Wochen im Urlaub. In dieser Zeit fehlte mir dann natürlich der Input und ich konnte nur bedingt arbeiten. Ich konnte ja nichtmal andere Leute fragen ob die etwas für mich zu tun haben, denn teilweise waren wirklich nur noch wir vier Studenten aus Deutschland im Büro.
Das ich bis heute noch immer nicht alle Informationen habe liegt aber nicht nur am Urlaub. Ich glaube man muss die Schweden wirklich nerven, damit sie mal etwas tun. Ein kleines Beispiel: Bereits vor der Urlaubszeit habe ich drei! Personen nach Informationen zu einer bestimmten Anwendung gefragt. Wir haben uns in der Zeit zu zwei Meetings getroffen. Da es sich allerdings um eine Anwendung in einer Produktivumgebung handelt musste alles mit den Verantwortlichen beim Kunden abgesprochen werden. Der Ball lag also erstmal außerhalb meiner Reichweite und es kam lange Zeit nichts, da der Kunde natürlich auch im Urlaub war.
Letzte Woche am Montag hatte ich dann erneut ein Meeting mit besagten Personen, weil erst da alle drei wieder verfügbar waren und laut deren Aussage alle anwesend sein sollten. In dem Meeting wurde immerhin beschlossen, dass die drei sich am Mittwoch und Donnerstag zusammensetzen um mir die Informationen zu erarbeiten die ich benötige. (Und nach denen ich seit ca. 3 Monaten frage) Ich habe also am Donnerstag Abend, Freitag und Montag bei ihnen angefragt ob es ein produktives Ergebnis gab. Gestern Abend um 23:57 kam endlich die Antwort, dass sie zwei Nutzerszenarios erarbeitet haben und ob ich die entsprechenden Testseiten erstellen kann. Klar kann ich das machen, ABER DAFÜR BRAUCHE ICH AUCH DIE SZENARIOS! (Ich habe natürlich nur innerlich geschrien und eine freundliche Mail verfasst). Die Antwort auf meine Frage nach den Szenarios wurde dann mit: "Ich schicke sie dir morgen" abgewehrt.
Fassen wir also zusammen: Ich versuche seit 3 Monaten Informationen zu bekommen die ich (leider) nur von diesen drei Personen bekommen kann. Wenn ich Glück habe bekomme ich die Informationen morgen. Eigentlich sollte ich schon lange mit meinem Projekt und auch mit meinem Bericht fertig sein. So muss mein Betreuer morgen den Status quo bewerten und sich darauf verlassen, dass ich die nach und nach eintrudelnden Informationen noch sinnvoll verwerte.
Leider ist das kein Einzelfall. Wenn irgendwer sagt: "Ich melde mich wenn ich etwas habe" heißt das genauso viel wie "Ich werde nichts tun und wenn doch dann werde ich mich nicht melden". Kein Wunder, dass ich in diesem Praxiseinsatz bereits mehr kommuniziert habe als in allen anderen zusammen. Ich kann ja verstehen wenn jemand wenig Zeit hat und deshalb nicht gleich an einer Sache arbeiten kann, aber dann erwarte ich auch eine entsprechende und EHRLICHE Aussage.
Von daher bin ich echt froh, dass ich in den letzten beiden Wochen noch zwei weitere Projekte übernommen und abgeschlossen habe. Der Unterschied dabei war, dass meine Auftraggeber auch gleichzeitig meine Informationslieferanten sind. Da diese meine Entwicklungen wirklich einsetzen WOLLEN kriege ich sofort die Informationen die ich brauche.
Wenn es über die gesamten zwölf Wochen so gewesen wäre wie in den letzten zwei Wochen, dann hätte ich mich hier in Schweden vielleicht doch wohl fühlen können. So aber bleibt der fade Nachgeschmack von zehn vergeudeten Wochen.
Ehrlich gesagt bin ich ein wenig gespannt wie meine Note für den Einsatz aussehen wird. Ich habe es geschafft lange Zeit wenig zu tun zu haben und dennoch nicht mit dem Projekt fertig zu werden. Zu meiner Verteidigung ist zu sagen, dass man in Schweden im Sommer einfach nicht arbeiten kann. Besonders wenn man hochgradig auf Information von Kollegen angewiesen ist. Diese sind im Sommer nämlich alle im Urlaub. Von den zwölf Wochen die ich hier gearbeitet habe waren fast alle Kollegen sechs Wochen im Urlaub. In dieser Zeit fehlte mir dann natürlich der Input und ich konnte nur bedingt arbeiten. Ich konnte ja nichtmal andere Leute fragen ob die etwas für mich zu tun haben, denn teilweise waren wirklich nur noch wir vier Studenten aus Deutschland im Büro.
Das ich bis heute noch immer nicht alle Informationen habe liegt aber nicht nur am Urlaub. Ich glaube man muss die Schweden wirklich nerven, damit sie mal etwas tun. Ein kleines Beispiel: Bereits vor der Urlaubszeit habe ich drei! Personen nach Informationen zu einer bestimmten Anwendung gefragt. Wir haben uns in der Zeit zu zwei Meetings getroffen. Da es sich allerdings um eine Anwendung in einer Produktivumgebung handelt musste alles mit den Verantwortlichen beim Kunden abgesprochen werden. Der Ball lag also erstmal außerhalb meiner Reichweite und es kam lange Zeit nichts, da der Kunde natürlich auch im Urlaub war.
Letzte Woche am Montag hatte ich dann erneut ein Meeting mit besagten Personen, weil erst da alle drei wieder verfügbar waren und laut deren Aussage alle anwesend sein sollten. In dem Meeting wurde immerhin beschlossen, dass die drei sich am Mittwoch und Donnerstag zusammensetzen um mir die Informationen zu erarbeiten die ich benötige. (Und nach denen ich seit ca. 3 Monaten frage) Ich habe also am Donnerstag Abend, Freitag und Montag bei ihnen angefragt ob es ein produktives Ergebnis gab. Gestern Abend um 23:57 kam endlich die Antwort, dass sie zwei Nutzerszenarios erarbeitet haben und ob ich die entsprechenden Testseiten erstellen kann. Klar kann ich das machen, ABER DAFÜR BRAUCHE ICH AUCH DIE SZENARIOS! (Ich habe natürlich nur innerlich geschrien und eine freundliche Mail verfasst). Die Antwort auf meine Frage nach den Szenarios wurde dann mit: "Ich schicke sie dir morgen" abgewehrt.
Fassen wir also zusammen: Ich versuche seit 3 Monaten Informationen zu bekommen die ich (leider) nur von diesen drei Personen bekommen kann. Wenn ich Glück habe bekomme ich die Informationen morgen. Eigentlich sollte ich schon lange mit meinem Projekt und auch mit meinem Bericht fertig sein. So muss mein Betreuer morgen den Status quo bewerten und sich darauf verlassen, dass ich die nach und nach eintrudelnden Informationen noch sinnvoll verwerte.
Leider ist das kein Einzelfall. Wenn irgendwer sagt: "Ich melde mich wenn ich etwas habe" heißt das genauso viel wie "Ich werde nichts tun und wenn doch dann werde ich mich nicht melden". Kein Wunder, dass ich in diesem Praxiseinsatz bereits mehr kommuniziert habe als in allen anderen zusammen. Ich kann ja verstehen wenn jemand wenig Zeit hat und deshalb nicht gleich an einer Sache arbeiten kann, aber dann erwarte ich auch eine entsprechende und EHRLICHE Aussage.
Von daher bin ich echt froh, dass ich in den letzten beiden Wochen noch zwei weitere Projekte übernommen und abgeschlossen habe. Der Unterschied dabei war, dass meine Auftraggeber auch gleichzeitig meine Informationslieferanten sind. Da diese meine Entwicklungen wirklich einsetzen WOLLEN kriege ich sofort die Informationen die ich brauche.
Wenn es über die gesamten zwölf Wochen so gewesen wäre wie in den letzten zwei Wochen, dann hätte ich mich hier in Schweden vielleicht doch wohl fühlen können. So aber bleibt der fade Nachgeschmack von zehn vergeudeten Wochen.
Dienstag, 25. August 2009
Schwedische Polizei und Alkohol am Steuer
Ich bin weder mit der Polizei in Konflikt gekommen noch habe ich meine Abstinenz beendet. Aber was ich heute auf dem Rückweg von der Arbeit ins Hotel gesehen habe hat mich etwas verwundert.
Folgende Beobachtung:
Auf einer größeren Straße durch ein Gebiet in dem es viele Wohngebäude gibt führt die Polizei intensive Alkoholkontrollen an Kraftfahrzeugführern durch. Ortszeit 16:30Uhr.
Daraus lassen sich jetzt mehrere Schlüsse ziehen:
- die Schweden besaufen sich schon während der Arbeit
- am 25. August wird in Schweden der Tag des Alkohols gefeiert
- die schwedische Polizei hat neue Alkoholmessgeräte bekommen und will diese ausprobieren
- die schwedische Polizei ist einfach dum
Ich weiß nicht welcher Schluß richtig ist oder ob es noch weitere Interpretationsmöglichkeiten gibt, aber mit Intelligenz hat das alles wenig zu tun. (Entweder von den Fahrern oder von der Polizei)
Nachtrag: Ich weiß, dass dumm mit doppeltem M geschrieben wird. Das ganze ist ein Zitat
Folgende Beobachtung:
Auf einer größeren Straße durch ein Gebiet in dem es viele Wohngebäude gibt führt die Polizei intensive Alkoholkontrollen an Kraftfahrzeugführern durch. Ortszeit 16:30Uhr.
Daraus lassen sich jetzt mehrere Schlüsse ziehen:
- die Schweden besaufen sich schon während der Arbeit
- am 25. August wird in Schweden der Tag des Alkohols gefeiert
- die schwedische Polizei hat neue Alkoholmessgeräte bekommen und will diese ausprobieren
- die schwedische Polizei ist einfach dum
Ich weiß nicht welcher Schluß richtig ist oder ob es noch weitere Interpretationsmöglichkeiten gibt, aber mit Intelligenz hat das alles wenig zu tun. (Entweder von den Fahrern oder von der Polizei)
Nachtrag: Ich weiß, dass dumm mit doppeltem M geschrieben wird. Das ganze ist ein Zitat
Fahrradfahren in Schweden
Am Samstag bin ich zwar nicht mehr mit dem Fahrrad gefahren, aber dafür am Sonntag. Da konnte ich meine Zeit in das Büro auch auf 40 Minuten verbessern. Das ganze mit Rucksack. Am Montag habe ich dann für beide Strecken mit Laptop im Rucksack 43 Minuten benötigt. Dabei habe ich ein paar interessante Beobachtungen gemacht.
Das Radwegenetz in Stockholm ist teilweise sehr gut ausgebaut. Zum Glück traf das für meine Strecke zu großen teilen zu. So gibt es zum Beispiel Fahrradwege für beide Richtungen auf beiden Seiten der Straße. Man ist also nicht gezwungen die Straßenseite zu wechseln wenn man in die andere Richtung fährt.
Scheinbar fahren extrem viele Schweden mit dem Fahrrad zur Arbeit. Zumindest waren die Radwege zu den Stoßzeiten (7-8Uhr und 18-19Uhr) stark frequentiert. Dank der gut ausgebauten Radwege (s.o.) konnte ich aber trotzdem noch an den langsamen Radfahrern vorbeikommen. Dabei habe ich mich dann aber manchmal gefragt wofür diese Leute ein Rennrad und Fahrradkleidung benötigen. Immerhin fahre ich im Moment mit einem alten Herrenrad, Jeans und Hemd.
Erfreulicherweise haben sehr viele Schweden einen Helm auf. Ich würde den Anteil auf ungefähr 80% schätzen. Ich denke mal gerade weil so viele einen Helm tragem, tragen so viele einen Helm. Das klingt jetzt vielleicht etwas undurchdacht, aber es trifft genau den Kern.
Das Radwegenetz in Stockholm ist teilweise sehr gut ausgebaut. Zum Glück traf das für meine Strecke zu großen teilen zu. So gibt es zum Beispiel Fahrradwege für beide Richtungen auf beiden Seiten der Straße. Man ist also nicht gezwungen die Straßenseite zu wechseln wenn man in die andere Richtung fährt.
Scheinbar fahren extrem viele Schweden mit dem Fahrrad zur Arbeit. Zumindest waren die Radwege zu den Stoßzeiten (7-8Uhr und 18-19Uhr) stark frequentiert. Dank der gut ausgebauten Radwege (s.o.) konnte ich aber trotzdem noch an den langsamen Radfahrern vorbeikommen. Dabei habe ich mich dann aber manchmal gefragt wofür diese Leute ein Rennrad und Fahrradkleidung benötigen. Immerhin fahre ich im Moment mit einem alten Herrenrad, Jeans und Hemd.
Erfreulicherweise haben sehr viele Schweden einen Helm auf. Ich würde den Anteil auf ungefähr 80% schätzen. Ich denke mal gerade weil so viele einen Helm tragem, tragen so viele einen Helm. Das klingt jetzt vielleicht etwas undurchdacht, aber es trifft genau den Kern.
Freitag, 21. August 2009
Mit dem Orientierungssinn einer Katze
Angeblich finden Katzen IMMER wieder nach hause. Wenn das stimmt habe ich vielleicht ein paar Katzengene in mir. Warum? Ganz einfach. Da ich am Montag ein Meeting im Büro südlich von Stockholm habe und ich nicht einsehe mir nur deshalb eine Fahrkarte zu kaufen, bin ich heute nach der Arbeit schonmal dort hin gefahren. Es kann schließlich nicht schaden wenn ich am Montag weiß wo ich hinmuss. Ganz professionel habe ich mir vorher bei Datenkrake.maps die Strecke ausgedruckt. Größtenteils ging es auch gut, aber an einer Stelle musste ich dann doch mein Handy rausholen, ein offenes WLAN suchen und mich bei besagtem Dienst lokalisieren lassen. Alles in allem habe ich für den Hinweg ca. 70 Minuten gebraucht. Für eine Strecke von 13km nicht sehr rühmlich. Aber jetzt kommt die Katze ins Spiel. Auf der Rückfahrt musste ich nicht ein einziges Mal überlegen wo ich abbiegen muss. Folgerichtig habe ich auch nur 45 Minuten für den Weg gebraucht. Vielleicht fahre ich morgen die Strecke nochmal mit Rucksack um mich am Montag nicht zu überanstrengen.
Samstag, 15. August 2009
Vasamuseum
Heute habe ich es endlich geschafft ins Vasamuseum zu gehen. Genau genommen bin ich gefahren. Da ich bislang noch keine Notwendigkeit sah mir ein Ticket fuer die Bahn zu kaufen bin ich auch heute wieder mit dem Fahrrad gefahren. Die Strecke vom Hotel bis zum Museum habe ich in ca. 40 Minuten geschafft. Dabei bin ich aber noch nicht den optimalen Weg gefahren. Mit ein wenig Übung sollte es auch in einer halben Stunde zu schaffen sein.
Im Museum wurde ich erstmal von einer langen Schlange am Eingang überrascht. Zum Glück ging es schnell voran, so dass ich keine 10Minuten warten musste bis ich drin war. Im Inneren gibt es eine große Halle in der die Kriegsgaleone Vasa steht. Drum herum sind verschiedene Galerien auf denen Interessantes um das Schiff, das Leben auf dem Schiff und die damaligen Umstände ausgestellt ist. Im Eingangsbereich befindet sich zudem ein Kino mit einem 25 minütigen Film über die Vasa. Der Film wird abwechselnd in verschiedenen Sprachen gezeigt (Schwedisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch...) da ich nicht so lange warten wollte habe ich mir den Film auf Englisch angesehen. Es gibt auch Touren durch das Museum. Allerdings hatte ich keine große Lust dazu und habe nur einmal bei einer deutschen Führung kurz mitgehört.
Nun aber erstmal ein wenig historische Hintergrundinformation. Im Dreißigjährigen Krieg kämpfte Schweden mit seinem König Gustav II. Adolf gegen Polen. Sigmund, der König von Polen, war pikanter Weise der Vetter von Gustav II. Adolf und wurde von diesem vom schwedischen Thron gejagt. Im Jahre 1625 gab der schwedische König den Bau von vier Kriegsschiffen in Auftrag, eine davon war die Vasa. Das Schiff war das bis dahin größte der schwedischen Flotte. Allein für den Bau der Vasa mussten 1000 Eichen gefällt werden, weshalb es in der Zeit unter Strafe stand eine Eiche ohne Auftrag der Krone zu fällen. Wiederholungstätern drohte sogar die Todesstrafe.
Im Laufe der Bauarbeiten wurde bekannt, dass die dänische Flotte an einem Schiff mit zwei Kanonendecks arbeitet. Gustav II. Adolf befahl daraufhin im Jahre 1627 auch die Vasa mit einem zweiten Kanonendeck auszustatten. Um die Gegner weiter einzuschüchtern und die eigene Überlegenheit zu demonstrieren wurde das Schiff mit 700 Skulpturen ausgestattet.
Im Jahre 1628 wurde die Vasa schliesslich fertig gestellt. Bevor das Schiff auf seine Jungfernfahrt ging wurde es einem Stabilitätstest unterzogen um die Krängung des Schiffes zu prüfen. Dazu liefen 30 Matrosen von einer Seite des Schiffes zur anderen (Man erinnere sich an die Szene in Fluch der Karibik III in der Jack Sparrow die Black Pearl auf diese Weise "umdreht") Der Admiral lies den Test schließlich abbrechen um ein Kentern der Vasa zu verhindern. Da der König, der sich zu der Zeit in Polen befand, aber auf die Auslieferung des Schiffes drängte trat die Vasa am 10. August 1628 ihre Jungfernfahrt an. An Bord waren 90 Matrosen. Die 300 Soldaten die zur Besatzung gehörten sollten erst später an Bord gehen. Ein vermutlich verheerender Fehler. Denn nach gerade einmal 1300m kenterte die Vasa und sank auf den Grund des Stockholmer Hafens.
Der Grund für das Kentern war, dass durch das nachträglich eingebaute Kanonendeck der Schwerpunkt nach oben gewandert war. Um dies auszugleichen genügten die 120 Tonnen Steine im Rumpf nicht mehr aus. Nach heutigen Schätzungen hätten es 100t mehr sein müssen. Vermutlich hätten sogar die 70t Material welche die Soldaten mit an Bord gebracht hätten ausgereicht um das Schiff zu stabilisieren. Im Museum gab es dazu eine sehr gut gemachte Simulationssoftware mit der man Breite, Rumpfform, Kanonenverteilung, Proviant und Balast nach belieben ändern kann. Das selbst erstellte Schiff kann man dann verschiedenen Windbedingungen aussetzen und prüfen ob es auch gekentert wäre. Zudem wurde die Theorie hinter der Schiffsstatik erklärt.
Bereits wenige Jahre nach dem Unglück wurden die ersten Bergungen unternommen. Dabei ging es aber hauptsächlich um die wertvollen Kanonen von denen auch fast alle gehoben werden konnten. Erst 1956 wurde das Wrack dann wieder entdeckt. In den folgenden Jahren wurden sechs Tunnel unter dem Rumpf gegraben durch die später die Seile verlegt wurden mit denen das Schiff gehoben wurde. Nachdem es zwischenzeitlich in einer anderen Halle ausgestellt wurde ist die Vasa seit 1990 im heutigen Vasamuseum zu besichtigen.
Der Besuch hat sich durchaus gelohnt. Allerdings gibt es nicht einen eindeutigen Weg durch das Museum. Man muss an einigen Stellen mehrmals vorbei und Leute ohne Orientierung werden einige Ecken sicherlich gar nicht erst zu Gesicht bekommen.
Bilder habe ich gemacht... bin aber zu faul sie einzufügen.
PS: Irgendwie musste ich die ganze Zeit daran denken, dass sich in den letzten knapp 400 Jahren kaum etwas geändert hat. Nachträgliches hinzufügen von Features und Zeitdruck bei der Fertigstellung führt heutzutage zwar nicht unbedingt zum Sinken eines Schiffes, aber gerade bei Softwareprojekten kann man immer wieder beobachten wie diese beiden Fehlern zu fehlerhafter und instabiler Software führen.
Im Museum wurde ich erstmal von einer langen Schlange am Eingang überrascht. Zum Glück ging es schnell voran, so dass ich keine 10Minuten warten musste bis ich drin war. Im Inneren gibt es eine große Halle in der die Kriegsgaleone Vasa steht. Drum herum sind verschiedene Galerien auf denen Interessantes um das Schiff, das Leben auf dem Schiff und die damaligen Umstände ausgestellt ist. Im Eingangsbereich befindet sich zudem ein Kino mit einem 25 minütigen Film über die Vasa. Der Film wird abwechselnd in verschiedenen Sprachen gezeigt (Schwedisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch...) da ich nicht so lange warten wollte habe ich mir den Film auf Englisch angesehen. Es gibt auch Touren durch das Museum. Allerdings hatte ich keine große Lust dazu und habe nur einmal bei einer deutschen Führung kurz mitgehört.
Nun aber erstmal ein wenig historische Hintergrundinformation. Im Dreißigjährigen Krieg kämpfte Schweden mit seinem König Gustav II. Adolf gegen Polen. Sigmund, der König von Polen, war pikanter Weise der Vetter von Gustav II. Adolf und wurde von diesem vom schwedischen Thron gejagt. Im Jahre 1625 gab der schwedische König den Bau von vier Kriegsschiffen in Auftrag, eine davon war die Vasa. Das Schiff war das bis dahin größte der schwedischen Flotte. Allein für den Bau der Vasa mussten 1000 Eichen gefällt werden, weshalb es in der Zeit unter Strafe stand eine Eiche ohne Auftrag der Krone zu fällen. Wiederholungstätern drohte sogar die Todesstrafe.
Im Laufe der Bauarbeiten wurde bekannt, dass die dänische Flotte an einem Schiff mit zwei Kanonendecks arbeitet. Gustav II. Adolf befahl daraufhin im Jahre 1627 auch die Vasa mit einem zweiten Kanonendeck auszustatten. Um die Gegner weiter einzuschüchtern und die eigene Überlegenheit zu demonstrieren wurde das Schiff mit 700 Skulpturen ausgestattet.
Im Jahre 1628 wurde die Vasa schliesslich fertig gestellt. Bevor das Schiff auf seine Jungfernfahrt ging wurde es einem Stabilitätstest unterzogen um die Krängung des Schiffes zu prüfen. Dazu liefen 30 Matrosen von einer Seite des Schiffes zur anderen (Man erinnere sich an die Szene in Fluch der Karibik III in der Jack Sparrow die Black Pearl auf diese Weise "umdreht") Der Admiral lies den Test schließlich abbrechen um ein Kentern der Vasa zu verhindern. Da der König, der sich zu der Zeit in Polen befand, aber auf die Auslieferung des Schiffes drängte trat die Vasa am 10. August 1628 ihre Jungfernfahrt an. An Bord waren 90 Matrosen. Die 300 Soldaten die zur Besatzung gehörten sollten erst später an Bord gehen. Ein vermutlich verheerender Fehler. Denn nach gerade einmal 1300m kenterte die Vasa und sank auf den Grund des Stockholmer Hafens.
Der Grund für das Kentern war, dass durch das nachträglich eingebaute Kanonendeck der Schwerpunkt nach oben gewandert war. Um dies auszugleichen genügten die 120 Tonnen Steine im Rumpf nicht mehr aus. Nach heutigen Schätzungen hätten es 100t mehr sein müssen. Vermutlich hätten sogar die 70t Material welche die Soldaten mit an Bord gebracht hätten ausgereicht um das Schiff zu stabilisieren. Im Museum gab es dazu eine sehr gut gemachte Simulationssoftware mit der man Breite, Rumpfform, Kanonenverteilung, Proviant und Balast nach belieben ändern kann. Das selbst erstellte Schiff kann man dann verschiedenen Windbedingungen aussetzen und prüfen ob es auch gekentert wäre. Zudem wurde die Theorie hinter der Schiffsstatik erklärt.
Bereits wenige Jahre nach dem Unglück wurden die ersten Bergungen unternommen. Dabei ging es aber hauptsächlich um die wertvollen Kanonen von denen auch fast alle gehoben werden konnten. Erst 1956 wurde das Wrack dann wieder entdeckt. In den folgenden Jahren wurden sechs Tunnel unter dem Rumpf gegraben durch die später die Seile verlegt wurden mit denen das Schiff gehoben wurde. Nachdem es zwischenzeitlich in einer anderen Halle ausgestellt wurde ist die Vasa seit 1990 im heutigen Vasamuseum zu besichtigen.
Der Besuch hat sich durchaus gelohnt. Allerdings gibt es nicht einen eindeutigen Weg durch das Museum. Man muss an einigen Stellen mehrmals vorbei und Leute ohne Orientierung werden einige Ecken sicherlich gar nicht erst zu Gesicht bekommen.
Bilder habe ich gemacht... bin aber zu faul sie einzufügen.
PS: Irgendwie musste ich die ganze Zeit daran denken, dass sich in den letzten knapp 400 Jahren kaum etwas geändert hat. Nachträgliches hinzufügen von Features und Zeitdruck bei der Fertigstellung führt heutzutage zwar nicht unbedingt zum Sinken eines Schiffes, aber gerade bei Softwareprojekten kann man immer wieder beobachten wie diese beiden Fehlern zu fehlerhafter und instabiler Software führen.
Mittwoch, 12. August 2009
Spaghetti aus der Wurstpelle
Heute mal wieder eine Nachricht aus dem Reich der Wurstpellen. Wie bereits erwähnt gibt es hier auch Spaghetti in Wurstpelle. Das war heute mein Mittagessen. Die Zubereitung war denkbar einfach: Wurstpelle öffnen, Inhalt auf Teller geben, in der Mikrowelle erhitzen und schließlich sich am Teller die Finger verbrennen.
Der Geschmack war erstaunlicherweise wirklich gut. Ich hatte eher mit einem kulinarischem Erlebnis einer homogenen Fertigbolognese gerechnet. Stattdessen war die Bolognese gut gewürzt und auch das Fleisch war noch als solches erkenn- und schmeckbar.
Den Verzehr erleichtert hat die Tatsache, dass die Nudeln bereits in ca 3-4cm lange Stücke geschnitten wurde.
Die Menge war mit 500g ok. Da ich heute morgen bereits gefrühstückt habe fühle ich mich jetzt einigermaßen gesättigt.
Der Geschmack war erstaunlicherweise wirklich gut. Ich hatte eher mit einem kulinarischem Erlebnis einer homogenen Fertigbolognese gerechnet. Stattdessen war die Bolognese gut gewürzt und auch das Fleisch war noch als solches erkenn- und schmeckbar.
Den Verzehr erleichtert hat die Tatsache, dass die Nudeln bereits in ca 3-4cm lange Stücke geschnitten wurde.
Die Menge war mit 500g ok. Da ich heute morgen bereits gefrühstückt habe fühle ich mich jetzt einigermaßen gesättigt.
Montag, 10. August 2009
Der geheime Raum...
...oder einfach nur der dümmst mögliche Architekt?
Heute war ich direkt nach der Arbeit laufen (habe dabei bemerkt, dass ich meine Runde verlängern sollte) und in der Sauna. Die Sauna kann man von innen abschließen. In der Sauna gibt es eine kleine unscheinbare Treppe mit einer Tür am Ende. Am Ende dieser Tür befindet sich ... ein Aufenthaltsraum.
Nicht dumm genug? Ok! Die Sauna ist im 9ten Stock. Der Aufenthaltsraum befindet sich also im 10ten Stock. In der Broschüre die in jedem Zimmer liegt ist der Aufenthaltsraum abgebildet mit der Bildunterschrift: "Relax on the ninth floor."
Immer noch nicht dumm genug? Dann sollte man sich mal vor Augen führen, dass dieser Aufenthaltsraum nur von der Sauna aus erreichbar ist, welche für gewöhnlich bei Benutzung abgeschlossen wird. Sobald also die Sauna benutzt wird ist auch der Aufenthaltsraum blockoert. Ich denke mal wenn jemand in den Aufenthaltsraum geht wird er nicht unbedingt die Tür der Sauna abschließen. Warum auch? D.h. wenn danach noch jemand in die Sauna will und nicht in den Aufenthaltsraum guckt (oder nichts davon weiß) kann es sein, dass er plötzlich Besuch aus selbigem bekommt.
Heute war ich direkt nach der Arbeit laufen (habe dabei bemerkt, dass ich meine Runde verlängern sollte) und in der Sauna. Die Sauna kann man von innen abschließen. In der Sauna gibt es eine kleine unscheinbare Treppe mit einer Tür am Ende. Am Ende dieser Tür befindet sich ... ein Aufenthaltsraum.
Nicht dumm genug? Ok! Die Sauna ist im 9ten Stock. Der Aufenthaltsraum befindet sich also im 10ten Stock. In der Broschüre die in jedem Zimmer liegt ist der Aufenthaltsraum abgebildet mit der Bildunterschrift: "Relax on the ninth floor."
Immer noch nicht dumm genug? Dann sollte man sich mal vor Augen führen, dass dieser Aufenthaltsraum nur von der Sauna aus erreichbar ist, welche für gewöhnlich bei Benutzung abgeschlossen wird. Sobald also die Sauna benutzt wird ist auch der Aufenthaltsraum blockoert. Ich denke mal wenn jemand in den Aufenthaltsraum geht wird er nicht unbedingt die Tür der Sauna abschließen. Warum auch? D.h. wenn danach noch jemand in die Sauna will und nicht in den Aufenthaltsraum guckt (oder nichts davon weiß) kann es sein, dass er plötzlich Besuch aus selbigem bekommt.
Sonntag, 9. August 2009
Nächste Herausforderung
So eine Woche ohne Fleisch habe ich überlebt. Ich weiß zwar nicht wie man sein ganzes Leben ohne Fleisch und am besten auch noch ohne Fisch überleben kann, aber jedem das seine. Ich habe mich jedenfalls sehr über mein Brot mit Fleischwurst gefreut. So langsam gingen mir auch die (bezahlbaren) Fischgerichte aus.
Für die nächste Woche werde ich versuchen jeden Tag Sport zu machen. Gestern und heute bin ich schon direkt nach dem Aufstehen eine Runde laufen gegangen. Nachdem ich gestern zusätzlich noch mit dem Fahrrad in die Innenstadt von Stockholm gefahren bin und in der Hotelsauna war, habe ich es heute beim Laufen belassen und bin danach nur in einen nahegelegenen Park gefahren um mich dort, mit einer Decke, für zwei Stunden in die Sonne zu legen.
Mal sehen ob ich es wirklich durchhalte diese Woche (und am besten noch viel länger) jeden Tag Sport zu machen. Als Sport zähle ich dabei: Joggen, Leichtathletik (also Sprints), mindestens 1h Fahrrad fahren. Der Weg zum und vom Büro zählt natürlich nicht. Den lege ich sowieso mit dem Fahrrad zurück.
Für die nächste Woche werde ich versuchen jeden Tag Sport zu machen. Gestern und heute bin ich schon direkt nach dem Aufstehen eine Runde laufen gegangen. Nachdem ich gestern zusätzlich noch mit dem Fahrrad in die Innenstadt von Stockholm gefahren bin und in der Hotelsauna war, habe ich es heute beim Laufen belassen und bin danach nur in einen nahegelegenen Park gefahren um mich dort, mit einer Decke, für zwei Stunden in die Sonne zu legen.
Mal sehen ob ich es wirklich durchhalte diese Woche (und am besten noch viel länger) jeden Tag Sport zu machen. Als Sport zähle ich dabei: Joggen, Leichtathletik (also Sprints), mindestens 1h Fahrrad fahren. Der Weg zum und vom Büro zählt natürlich nicht. Den lege ich sowieso mit dem Fahrrad zurück.
Freitag, 7. August 2009
Wanderfahrt
So jetzt muss ich doch endlich mal anfangen und von meinem Urlaub berichten. Wie einige bereits wissen habe ich meinen Urlaub in Polen auf der Oder verbracht.
Insgesamt waren wir 19 Leute in drei Booten. Einem zweier, einem vierer (beide gesteuert) und einer Barke. Auf der Oder legten wir die ca. 350km lange Strecke von Breslau nach Frankfurt an der Oder zurück. Die letzte Etappe von Eisenhüttenstadt nach Frankfurt bin ich allerdings nicht gerudert, weil ich da schon auf dem Heimweg nach Hannover war.
Am Samstag den 18. Juli war für einen Großteil von uns die Anreise. Caroline, Ina, Sonja, Peter, Conrad und ich sind mit einem, extra angemieteten, VW-Bus und den beiden kleinen Booten von Hannover aus gefahren. Da der Bootshänger alleine schon 1,6t wiegt und der VW Bus mit Anhänger ein zulässiges Gesamtgewicht von 4,8t hatte durfte ich leider nicht fahren. So mussten Caroline und Peter sich abwechseln während wir vier "Jugendlichen" es uns im hinteren Teil bequem machen konnten. Auf der Fahrt haben wir die mittlere Sitzbank halb umgeklappt, so dass ein großer Tisch entstand auf dem wir wunderbar Doppelkopf spielen und Brötchen schmieren konnten. Hinter der Grenze kamen so ca. 70km mit Straßenverhältnissen wie sie in Deutschland auf keiner Landstraße vorzufinden sind - dort war es leider die Autobahn. So wurde unser, durch den Hänger sowieso schon vermindertes, Tempo noch weiter reduziert. Die weitere Fahrt verlief recht ereignislos und wir kamen am Ruderverein in Breslau kurz nach den anderen an. Es war ungefähr 18 oder 19 Uhr.
Zu unserer, und besonders meiner, großen Freude befand sich in dem Ruderverein ein sehr gut ausgestatteter Kraftraum. Wir konnten uns also gleich von der Anstrengung der Fahrt erholen. Zum Essen fuhren wir in die Innenstadt von Breslau um im dortigen Ratskeller einzukehren.
So das war der Bericht vom ersten Tag. Die anderen Tage folgen dann vll. in den nächsten Tagen.
Insgesamt waren wir 19 Leute in drei Booten. Einem zweier, einem vierer (beide gesteuert) und einer Barke. Auf der Oder legten wir die ca. 350km lange Strecke von Breslau nach Frankfurt an der Oder zurück. Die letzte Etappe von Eisenhüttenstadt nach Frankfurt bin ich allerdings nicht gerudert, weil ich da schon auf dem Heimweg nach Hannover war.
Am Samstag den 18. Juli war für einen Großteil von uns die Anreise. Caroline, Ina, Sonja, Peter, Conrad und ich sind mit einem, extra angemieteten, VW-Bus und den beiden kleinen Booten von Hannover aus gefahren. Da der Bootshänger alleine schon 1,6t wiegt und der VW Bus mit Anhänger ein zulässiges Gesamtgewicht von 4,8t hatte durfte ich leider nicht fahren. So mussten Caroline und Peter sich abwechseln während wir vier "Jugendlichen" es uns im hinteren Teil bequem machen konnten. Auf der Fahrt haben wir die mittlere Sitzbank halb umgeklappt, so dass ein großer Tisch entstand auf dem wir wunderbar Doppelkopf spielen und Brötchen schmieren konnten. Hinter der Grenze kamen so ca. 70km mit Straßenverhältnissen wie sie in Deutschland auf keiner Landstraße vorzufinden sind - dort war es leider die Autobahn. So wurde unser, durch den Hänger sowieso schon vermindertes, Tempo noch weiter reduziert. Die weitere Fahrt verlief recht ereignislos und wir kamen am Ruderverein in Breslau kurz nach den anderen an. Es war ungefähr 18 oder 19 Uhr.
Zu unserer, und besonders meiner, großen Freude befand sich in dem Ruderverein ein sehr gut ausgestatteter Kraftraum. Wir konnten uns also gleich von der Anstrengung der Fahrt erholen. Zum Essen fuhren wir in die Innenstadt von Breslau um im dortigen Ratskeller einzukehren.
So das war der Bericht vom ersten Tag. Die anderen Tage folgen dann vll. in den nächsten Tagen.
Montag, 3. August 2009
Eine neue Herausforderung
Da es ja sonst hier zu langweilig ist habe ich gestern beschlossen kein Fleisch in der folgenden Woche zu essen. Bei meiner Affinitaet zum Verzehr von totem Tier fuehrt das zwangslaeufig zu ganz viel Fisch. Deshalb gab es auch gestern und heute bei mir Fisch und es wird auch im Laufe der Woche noch viel mehr davon geben.
Das ganze hat keinen Tierschutz oder Gesundheitlichen Hintergrund. Es geht mir einfach nur darum den Aufenthalt wenigstens ein bisschen spannend zu machen.
Das ganze hat keinen Tierschutz oder Gesundheitlichen Hintergrund. Es geht mir einfach nur darum den Aufenthalt wenigstens ein bisschen spannend zu machen.
Wieder da
Gestern bin ich nach zwei wunderbaren Urlaubswochen wieder in Stockholm gelandet. Einen Reisebericht werde ich in mundgerechten Portionen hier servieren. Der Flug und die gesamte Reise war ruhig. Ich bin von Hannover aus mit der Bahn nach Berlin und von da aus geflogen. Da ich nur mit Rucksack gereist bin konnte ich in Arlanda angekommen direkt in den Bus nach Frosunda steigen. Von da aus ging es dann per pedes bis ins Hotel.
Der Check-In im Hotel per Fernsprecheinrichtung war denkbar einfach. Mir wurden verschiedene Codes genannt die ich an verschiedenen Terminals eingeben musste damit schlussendlich ein Fach entriegelt wurde in dem die Zimmerkarten liegen. Der Aufzug hat jedoch in den letzten beiden Wochen scheinbar einiges mitgemacht. Zumindest konnte ich im Erdgeschoss nicht immer aussteigen. Bei zwei Fahrten blieb er verschlossen. In anderen Etagen bestand dieses Problem nicht.
Macht aber auch eigentlich nichts, denn das neue Zimmer ist nur in der 3. Etage. Was noch den weiteren Vorteil hat, dass es hier WLAN gibt. D.h. ich kann jetzt auch vom Bett aus im Internet surfen.
Ein Vorteil von Schweden ist wirklich, dass man auch am Sonntag einkaufen kann. So konnte ich mich gestern direkt mit Nahrungsmitteln versorgen. Heute musste ich allerdings nochmal einkaufen, weil ich scheinbar mein Headset in Hannover gelassen habe. Somit bin ich nun stolzer Besitzer des bereits gepriesenen Koss Porta Pro.
Der Check-In im Hotel per Fernsprecheinrichtung war denkbar einfach. Mir wurden verschiedene Codes genannt die ich an verschiedenen Terminals eingeben musste damit schlussendlich ein Fach entriegelt wurde in dem die Zimmerkarten liegen. Der Aufzug hat jedoch in den letzten beiden Wochen scheinbar einiges mitgemacht. Zumindest konnte ich im Erdgeschoss nicht immer aussteigen. Bei zwei Fahrten blieb er verschlossen. In anderen Etagen bestand dieses Problem nicht.
Macht aber auch eigentlich nichts, denn das neue Zimmer ist nur in der 3. Etage. Was noch den weiteren Vorteil hat, dass es hier WLAN gibt. D.h. ich kann jetzt auch vom Bett aus im Internet surfen.
Ein Vorteil von Schweden ist wirklich, dass man auch am Sonntag einkaufen kann. So konnte ich mich gestern direkt mit Nahrungsmitteln versorgen. Heute musste ich allerdings nochmal einkaufen, weil ich scheinbar mein Headset in Hannover gelassen habe. Somit bin ich nun stolzer Besitzer des bereits gepriesenen Koss Porta Pro.
Freitag, 17. Juli 2009
Ruhe jetzt
In wenigen Stunden fliege ich endlich in meinen wohlverdienten Urlaub bzw. zunächst einmal nach Hannover. Die nächsten zwei Wochen wird hier also nichts passieren. Wenn ich wieder zurück bin gibt es vielleicht einen kleinen Reisebericht.
Der größte Morgenstern der Welt
Gestern waren wir auf dem größten Morgenstern der Welt der in Stockholm steht und dort als Fernsehturm benutzt wird. Man könnte ihn auch als den häßlichsten Fernsehturm der Welt bezeichnen. Neben seinem Mangel an Ästetik zeichnet sich der Fernsehturm durch die wunderbare Lage aus. Er befindet sich etwas außerhalb von Stockholm, so dass man trotz extremer Weitsicht keine neue Einsicht über die Stadt erhalten konnte.
Die einzigen Gebäude die ich identifizieren konnte waren das Stadshuset, der Science Tower in Kista, den Ericsson Globe und das Nordic Museum.
Bilder folgen wie immer später.
Die einzigen Gebäude die ich identifizieren konnte waren das Stadshuset, der Science Tower in Kista, den Ericsson Globe und das Nordic Museum.
Bilder folgen wie immer später.
Montag, 13. Juli 2009
Erbsensuppe aus der Wurstpelle
Heute gab es zum Mittagessen Erbsensuppe mit Fleisch aus der Wurstpelle. Bilder gibt es diesmal keine, da ich im Büro Mittag gegessen habe und Fotos dort streng verboten sind.
Obwohl ich das Fleisch nicht wirklich identifizieren konnte war die Wurstpellenerbsensuppe geschmacklich nicht schlecht. Nur leider waren die 400g ein wenig zu wenig um mich vollständig zu sättigen. Nächstes mal werde ich also die große Wurstpelle kaufen.
Obwohl ich das Fleisch nicht wirklich identifizieren konnte war die Wurstpellenerbsensuppe geschmacklich nicht schlecht. Nur leider waren die 400g ein wenig zu wenig um mich vollständig zu sättigen. Nächstes mal werde ich also die große Wurstpelle kaufen.
Samstag, 11. Juli 2009
Zu Besuch bei der Königsfamilie
Am Samstag waren wir in Drottningholm im Schloss der Königsfamilie. Die Führung die wir dort gemacht haben war ganz nett, aber nichts besonderes. Ich glaube Führungen durch Burgen sind generell spannender als Führungen durch Schlösser, da dort wenigstens noch die Chance besteht etwas über geheimnisvolle Geheimgänge oder andere Anektdoten zu erfahren.
Im Schloss selbst durfte man leider nicht fotografieren. Das hat mich jedoch nicht abgehalten es ab und zu doch zu machen. Im Schlafzimmer, dem Highlight des Schlosses, war das aber leider nicht möglich. Dieses Schlafzimmer ist deshalb so "interessant" weil es größtenteils in Schwarz gehalten ist und lange Zeit als Empfangsraum für hohen Besuch gedient hat.
Wenn ich irgendwann mal wieder mehr Zeit habe werde ich die Bilder einfügen.
Im Schloss selbst durfte man leider nicht fotografieren. Das hat mich jedoch nicht abgehalten es ab und zu doch zu machen. Im Schlafzimmer, dem Highlight des Schlosses, war das aber leider nicht möglich. Dieses Schlafzimmer ist deshalb so "interessant" weil es größtenteils in Schwarz gehalten ist und lange Zeit als Empfangsraum für hohen Besuch gedient hat.
Wenn ich irgendwann mal wieder mehr Zeit habe werde ich die Bilder einfügen.
Donnerstag, 9. Juli 2009
Cool Running
Nein ich schreibe jetzt nichts über Jamaika und ich bin auch nicht Bob gefahren. Nicht einmal die Temperaturen erinnern an den Karibikstaat. Ganz im Gegenteil, die Temperaturen sind wieder erheblich gesunken. Im Moment sind kühle 16°C also ideal um ein wenig Laufen zu gehen.
Bereits gestern war ich in der Stadt und bin ein wenig durch die gefüllte Fußgängerzone gerannt. Laufen macht einfach viel mehr Spaß wenn man ständig nach einem freien Weg suchen und sich auf die Passanten konzentrieren muss um niemanden umzurennen. Naja und es gibt dort natürlich genug Hindernisse über die man springen kann. Ich war dort aber nicht nur zum rumalbern. Nebenbei habe ich auch noch zwei Funktionshirts für zusammen recht günstige 200SEK gekauft.
Laut deren Beschreibung hält die Kleidung auch bei hoher Belastung trocken und warm. Als ich heute aus dem Büro kam hat es geregnet - also musste ich diese tolle Funktion gleich ausprobieren und bin Laufen gegangen. Nachdem ich so ein wenig durch den Regen gelaufen bin kam ich am Sportplatz vorbei den ich neulich entdeckt habe. Da ich sowieso kein bestimmtes Ziel hatte bin ich da auch geblieben und habe versucht mich an mein Leichtathletiktraining zu erinnern. Die Bewegungsabläufe von Sprint und Sprung ABC sind sogar immernoch gespeichert. Das ist scheinbar wie Fahrradfahren. Das verlernt man nicht mehr.
Vielleicht schaffe ich es ja wirklich öfter auf den Sportplatz zu gehen. Ich habe heute zwar gemerkt, dass ich schon viel leichtfüssiger laufe als noch letzte Woche, aber an der Kondition und Beschleunigung muss ich noch arbeiten.
Bereits gestern war ich in der Stadt und bin ein wenig durch die gefüllte Fußgängerzone gerannt. Laufen macht einfach viel mehr Spaß wenn man ständig nach einem freien Weg suchen und sich auf die Passanten konzentrieren muss um niemanden umzurennen. Naja und es gibt dort natürlich genug Hindernisse über die man springen kann. Ich war dort aber nicht nur zum rumalbern. Nebenbei habe ich auch noch zwei Funktionshirts für zusammen recht günstige 200SEK gekauft.
Laut deren Beschreibung hält die Kleidung auch bei hoher Belastung trocken und warm. Als ich heute aus dem Büro kam hat es geregnet - also musste ich diese tolle Funktion gleich ausprobieren und bin Laufen gegangen. Nachdem ich so ein wenig durch den Regen gelaufen bin kam ich am Sportplatz vorbei den ich neulich entdeckt habe. Da ich sowieso kein bestimmtes Ziel hatte bin ich da auch geblieben und habe versucht mich an mein Leichtathletiktraining zu erinnern. Die Bewegungsabläufe von Sprint und Sprung ABC sind sogar immernoch gespeichert. Das ist scheinbar wie Fahrradfahren. Das verlernt man nicht mehr.
Vielleicht schaffe ich es ja wirklich öfter auf den Sportplatz zu gehen. Ich habe heute zwar gemerkt, dass ich schon viel leichtfüssiger laufe als noch letzte Woche, aber an der Kondition und Beschleunigung muss ich noch arbeiten.
Dienstag, 7. Juli 2009
Wetterbericht für Dienstag den 7. Juli 2009
Am Morgen wird es einen Regenschauer geben. Sollten sie vorhaben mit dem Fahrrad zu fahren steigen sie auf den Bus um. Im Verlaufe des Tages wird das Wetter scheinbar besser. Sobald sie aber das Büro verlassen werden sie froh sein nicht das Fahrrad genommen zu haben. Der Wolkenbruch dauert allerdings nur bis zum Betreten des Hotels an. Sollten sie trotz der anhaltenden Bewölkung noch einmal zum Einkaufen gehen werden sie von einem erneuten Wolkenbruch überrascht, so dass Schuhe, Klamotten und Haare total durchnässt sind wenn sie wieder im Hotel sind.
Mit anderen Worten: Da jetzt nichtmal mehr das Wetter gut ist gibt es absolut gar nichts mehr was den Aufenthalt erträglich macht.
Mit anderen Worten: Da jetzt nichtmal mehr das Wetter gut ist gibt es absolut gar nichts mehr was den Aufenthalt erträglich macht.
Milchreis und Marmelade in der Wurstpelle
Bereits am Sonntag habe ich meine erste Mahlzeit aus der Wurstpelle zu mir genommen. Da ich doch etwas mehr Hunger hatte habe ich mich für die 1kg große Milchreiswurst entschieden.
Auf einer anderen Packung habe ich gesehen, dass man die Wurstpelle in der Mitte mit einem Messer aufschneiden soll.
Da die Wurstpelle (ich kann dieses Wort gar nicht oft genug schreiben Wurstpelle, Wurstpelle, WURSTPELLE) unter Druck steht kam mir schon beim ersten Einstich der Milchreis entgegen. Also schnell in eine Schüssel damit und weiter aufschneiden.
So... und wie bekommt man den Rest jetzt aus den beiden Wurstpellenhälften? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Mit sauberen Fingern jedenfalls nicht:
Danach habe ich mich dann an die Anleitung auf der Wurstpelle gehalten und das ganze für ein paar Minuten in die Mikrowelle gestellt. Zu meinem Erstaunen roch und schmeckte der Milchreis auch wirklich gut. Aber nur Milchreis ist auch ein wenig langweilig. Zum Glück habe ich irgendein Fruchtzeug gekauft. Bei genauerer Betrachtung stellte sich dieses aber als eine Apfelsinen Marmelade Nachfüllpackung in der Wurstpelle heraus. Macht aber nichts. Ich hatte Hunger. Diesmal habe ich aber nur ein kleines Loch in die Wurstpelle gestochen:
Dadurch konnte ich die Marmelade wunderbar aus der Wurstpelle pressen und meine Finger blieben sogar halbwegs sauber. So konnte ich mich dann direkt daran machen mein Werk zu vertilgen.
Alles in allem eine sehr leckere und auch relativ preisgünstige Mahlzeit aus der Wurstpelle.
Für die Statistiker: In diesem Artikel habe ich insgesamt 14 mal das wunderschöne Wort Wurstpelle benutzt.
Für die Statistiker: In diesem Artikel habe ich insgesamt 14 mal das wunderschöne Wort Wurstpelle benutzt.
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