Freitag, 5. Juni 2009

Das größte Kaufhaus Schwedens

Heute waren wir im angeblich größten Kaufhaus von Schweden in dem zudem auch noch die Preise niedrig sein sollen: Åhléns City


Sieht von außen zwar recht imposant aus, aber im inneren kommt dann die Enttäuschung. Wenn es keine geheimen Gänge gibt mit denen man in weitere Räume gelangt, dann ist jeder mittlere Karstadt oder Kaufhof in Deutschland größer. Der vorhandene Platz wird hauptsächlich für Klamotten benutzt. Unsere Suche nach einer Technikabteilung blieb erfolglos. Nur in der, ohnehin schon recht kleinen, Medienabteilung konnte man einige Kopfhörer finden.

Das bot mir jedoch eine gute Möglichkeit für einen Preisvergleich. Ich bin am überlegen mir einen Kopfhörer der Marke Koss, genauer den Koss PortaPro zu kaufen. Im Gegensatz zu Deutschland ist die Marke in Schweden weit verbreitet. Es fällt im Straßenbild schon auf, dass sehr viele Leute genau diesen Kopfhörer benutzen. Ohrstöpsel werden scheinbar größtenteils nur als Headset zum Telefonieren benutzt.
Zurück zu den Kopfhörern. Bei Åhléns kosteten diese 469 bis 499 Kronen (je nach Farbe). Daraufhin bin ich in jeden Laden gegangen der nach irgendwas mit Technik aussah und habe die Preise verglichen. Es gab mehrere Geschäfte in denen der Koss Porta Pro 399 Kronen kosten sollte. In einigen auch nur 369 Kronen. Das man im Åhléns günstig einkaufen kann stimmt also zumindest für diesen speziellen Artikel nicht. (Zum Vergleich: Wenn ich mir die Kopfhörer von amazon UK schicken lassen würde, müsste ich, inklusive Versand, ca 24€ bezahlen)

Das Objekt der Begierde

Überhaupt lohnt es sich die Preise zu vergleichen. Ich habe gestern bei Lidl eine Packung Wasa Husmans Knäckebrot für 8,95 Kronen gekauft. Heute habe ich einen weiteren Supermarkt entdeckt der sogar noch näher am Hotel ist. Dort soll die gleiche Packung Wasa Husmans Knäckebrot allerdings 15,95 Kronen kosten.
Das Knäckebrot habe ich dann natürlich nicht gekauft. Da ich aber Durst hatte habe ich mir eine Flasche Orangenlimonade gegönnt. Diese kostet normal 7,95 Kronen. Hinzu kommen 2 Kronen Pfand. Macht nach Adam Riese 9,95 Kronen. Die Schweden scheinen aber generell zu runden. Jedenfalls wurden von der Kasse direkt 10 Kronen angezeigt. Ich werde mal darauf achten ob das wirklich bei allen Geschäften so ist oder nur wenn die Geldrückgabe manuell geschieht. Es gibt nämlich auch Kassen wo der Kassierer das Bargeld in eine Maschine schmeißt und am anderen Ende das passende Wechselgeld zurückkommt.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Karte von Stockholm

Ich habe mich dazu entschieden mit Google Maps eine eigene Karte von Stockholm anzulegen. Wenn immer ich es nachvollziehen kann werde ich darauf die Orte markieren die ich besucht habe.


Björns Karte von Stockholm auf einer größeren Karte anzeigen

Käse in Schweden...

Käse schließt den Magen. Bei der Größe könnte man auch ein Abwasserrohr sicher verschließen.

...gibt es in sehr großen Portionen. Habe einen Lidl lokalisiert in dem es Lebensmittel zu bezahlbaren Preisen gibt. Unter anderen den oben zu sehenden Käse in der handlichen 2.25kg Packung für ca 10€. Er ähnelt einem Butterkäse und schmeckt besser als erwartet.

Ein kleiner Spaziergang durch Stockholm

Wie bereits erwähnt bin ich gestern vom Hauptbahnhof in Stockholm zu Fuß ins Hotel gewandert. Ich hatte eigentlich gedacht, dass das so einfach wird wie meine ersten Erkundungsfahrten in Stuttgart. Was ich dabei nicht bedacht bzw. nicht gewusst habe ist:
  • In Stuttgart hatte ich ein Fahrrad. Zu Fuß dauert es erheblicher länger einen einmal eingeschlagenen Irrweg wieder zu verlassen.
  • In Stockholm gibt es bei weitem nicht so viele Übersichtskarten wie in deutschen Innenstädten. Nichtmal an jeder Bushaltestelle.
  • Stockholm ist flach. Man kann nicht einfach den nächsten Hügel erklimmen und sich orientieren. Und wenn man einen hohen Punkt gefunden hat, dann fehlen die Orientierungspunkte, da alle Straßen mit den gleichen 5 stöckigen Gebäuden bebaut sind.
  • Um 17Uhr steht die Sonne nicht im Süden sondern eher im Westen...
Also bin ich einfach mal aus dem Hauptbahnhof raus und habe mich grob an der Sonne orientiert. Denn soviel wusste ich: Ich muss grob in Richtung Nord-Nord-West.
Auf den Straßen in der Stadt waren mehrere Lastwagen mit feiernden Menschen und lauter Musik unterwegs. Soweit ich das Schwedisch richtig interpretiert habe waren es Schüler die das Gymnasium abgeschlossen haben und sich jetzt auf das Studium freuen.

Feiernde Gymnasiasten in Stockholm

Nachdem ich noch eine Weile im Zickzack durch die Stadt geschlendert bin und noch immer keine einzige Stadtkarte gefunden hatte habe ich dann doch mein Handy bemüht. Dank eines offenen WLANs konnte ich in GoogleMaps meine Position bestimmen - und musste feststellen, dass ich die ganze Zeit eher nach Osten als nach Norden gewandert bin. Der weitere Weg war dann einfach und unspektakulär. Als ich mir noch einmal unsicher war in welche Richtung es weitergeht war zum Glück ein Hügel in der Nähe. Dummerweise sah es von dort aus ungefähr so aus:
Zur Orientierung leider ungeeignete Aussicht.

In Solna habe ich dann endlich eine Stadtkarte gefunden und auch gleich mit Kamera und beiden Handys ein Foto davon gemacht. Nur für den Fall der Fälle, dass ich mich dort einmal verlaufen sollte.
Der Stadtplan von Solna

Nach zweieinhalb Stunden war ich dann endlich wieder im Hotel und bin dort auch den Rest des Tages geblieben. Zum einen weil meine Füße müde waren und zum anderen weil aus unerfindlichen Gründen surfen nicht möglich war. Chatten, Mails empfangen und versenden ging, aber keiner meiner Browser wollte eine Webseite aufrufen. Heute im Büro geht es glücklicherweise wieder.

Meine nächste Tour durch Stockholm werde ich vom Hauptbahnhof in Richtung Süden machen. Zum einen ist dort mehr Wasser und außerdem befindet sich dort die Altstadt. Von dort werde ich dann natürlich wieder ausführlich berichten.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Der erste Tag im Office

Heute war also mein erster Tag im Office. Die Wegfindung dorthin war dank unserer gestrigen Erkundungen ziemlich einfach. Dummerweise muss ich in den naechsten Wochen öfter mal in ein anderes Büro von HP was im Süden von Stockholm liegt.
Im Büro angekommen haben wir als erstes einen kurzen Rundgang bekommen. Es gibt zwar keine Kantine, aber dafür zweimal die Woche frisches Obst und einen Kaffeautomaten der auch Kakao, Espresso und andere Schweinereien zubereiten kann. Bei dem Rundgang wurden wir auch gleich ein paar Kollegen vorgestellt die auch im gleichen Account arbeiten. Interessanterweise waren vier davon aus Deutschland.
Nach dem Rundgang kam ein wenig Smalltalk über die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in Stockholm auf. Dummerweise kann ich mir die schwedischen Ortsnamen absolut nicht merken, so dass ich schon gar nicht mehr weiß wo ich denn jetzt UNBEDINGT alles hinmuss.
Für die Zeit des Praktikums bin ich jetzt auch !stolzer Besitzer eines Handies. Leider keins von HP sondern von Sony Ericsson (Irgendwie logisch beim Ericsson Account) und leider noch nicht mal ein neues. D.h. das Headset ist, gelinde gesagt, eklig. Dafür waren Bilder der vorherigen Studenten auf dem Handy. So wie es aussieht waren sie im Winter hier und konnten Stockholm im Schnee erkunden.
Das Mittagessen haben wir in einer BreadBar eingenommen. Es gab einen Teller mit Fisch und Kartoffelomlett, Salatbuffet, ein Brot, ein Getränk sowie Kaffee und Kuchen zum Nachtisch. Für 8€ eine ganze Menge, es wird jedoch trotzdem eine Ausnahme bleiben.

Nach dem Mittagessen kam auch endlich mein Betreuer. Damit er mich den Kollegen vorstellen konnte mit denen ich in nächster Zeit zusammenarbeite mussten wir in das bereits erwähnte Büro im Süden von Stockholm fahren. Ich weiß jetzt, dass es auch die Schweden nicht so eng mit den Geschwindigkeitslimits sehen. Dort angekommen wurden mir dann gefühlte 20 Personen mit 30 Namen vorgestellt. Bei meinem Namensgedächtnis eine totale Katastrophe. Aber zum Glück gibt es eine Liste aus der ich mir immer gleich die Experten zu bestimmten Themen raussuchen kann.

Alles in allem sehr viele Informationen auf einmal. Um meinen Kopf wieder etwas zu leeren bin ich om Hauptbahnhof in Stockholm ins Hotel gegangen. Leider gibt es in Stockholm sehr viel weniger Stadtkarten als in deutschen Innenstädten. Aber dank WLAN und GoogleMaps habe ich nach zweieinhalb Stunden doch den richtigen Weg gefunden. Aber davon später mehr ;-)

Dienstag, 2. Juni 2009

Endlich in Stockholm angekommen

Am Hauptbahnhof in Stockholm haben wir uns zunächst mal eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr gekauft. Mit dem Ticket können Metro und Busse innerhalb von Stockholm benutzt werden. Mit 690 Kronen (ca. 68€) ist es auch noch im Rahmen des Bezahlbaren. Ob ich für den nächsten Monat auch eine kaufe werde ich mir jedoch überlegen. Dazu muss ich in den nächsten Tagen erst einmal die Gegend erkunden und schauen inwiefern man alles auch zu Fuß erreichen kann. Oder vielleicht tut sich ja auch noch eine Möglichkeit für ein günstiges Fahrrad auf.

Das Hotel zu finden war kein Problem, da die Schweden allesamt sehr hilfsbereit sind und gutes Englisch sprechen. Leider wurde das Hotel ohne Frühstück gebucht. Mein Plan mir beim Frühstück den Bauch vollzuschlagen und danach den Tag preiswert zu verbringen geht also nicht auf.
Das Apartment ist angemessen groß, ob es das nach drei Monaten auch noch ist wage ich allerdings zu bezweifeln. Die Schränke sind leider ein Witz. Der einzige Schrank mit genügend Fächern riecht penetrant nach Essen. In den anderen ist nicht genug Stauraum. Die Rezeption versucht weitere Einlegeböden zu organisieren.
Weiterer Kritikpunkt am Apartment ist, dass aus der Lüftung ein sehr unangenehmes Rauschen kommt. So als wenn jemand im Nebenzimmer Staubsaugt. Das Problem ist der Rezeption bekannt und "We will fix it"... irgendwie befürchte ich, dass ich diesen Satz in den nächsten Monaten häufiger zu hören bekomme.

Am Nachmittag waren wir dann auch noch im Einkaufszentrum in Solna und haben unsere ersten Vorräte gekauft. Aber über das Einkaufen und vor allem die Preise in Schweden werde ich später noch extra berichten.

Hinflug Teil 2 - Kopenhagen nach Stockholm

Nachdem ich im ersten Teil meiner Reise nach Kopenhagen geflogen bin sollte es nun von dort aus nach Stockholm weitergehen.

Da auf meiner Boardkarte kein Gate für den Weiterflug vermerkt war hatte ich schon die Befürchtung, dass ich über den halben Flughafen laufen müsste. Meine Sorgen wurden jedoch bereits nach ca. 100m zerstreut, da dort bereits das Flugzeug bereits stand. Da ich mich um das Gepäck auch nicht zu kümmern brauchte konnte ich es mir bequem machen und andere Reisende beobachten.

Besonders interessant war ein Herr der scheinbar ein besonderes Faible für Computer mit einem angebissenen Apfel hat. Zumindest prankte ein solches Logo unübersehbar auf dem Deckel seines Laptops. Was mich jedoch einigermaßen wunderte war, dass der Stiel des Apfels nach unten zeigte. Zudem kam mir das Format des Notebooks für ein Gerät aus Cupertino ungewöhnlich klein vor. Der Sache musste ich natürlich auf den Grund gehen und ging ein wenig spazieren. Dabei kam ich zufälligerweise am Sitzplatz des Herren vorbei und konnte einen Blick auf das innere des Notebooks erhaschen. Dort prangte dann gut sichtbar das Logo des weltweit drittgrößten PC-Herrstellers. Mein Weltbild war wieder gerade gerückt und mittlerweile war auch das Boarding freigegeben.

Im Flugzeug hatte ich wieder einen Sitzplatz am Fenster. Und am Gang. Und dazwischen auch. Nein ich habe nicht den Verstand verloren. In meiner Reihe saß ganz einfach niemand anderes. So konnte ich den Flug über die internationale Ausgabe der New York Times lesen ohne meinem Nachbarn beim Umblättern den Ellenbogen in die Rippen zu jagen. Trotzdem habe ich es natürlich noch geschafft ein paar Fotos zu schießen.

Nach dem Start in Kopenhagen. Der Flughafen befindet sich links.

Diese Brücke führt zu einer Insel welche wiederum durch einen Tunnel mit dem Festland verbunden ist.

Auf den Monitoren wurden nicht nur Fluginformationen sondern auch die Bilder einer Bugkamera angezeigt.
Besonders eindrucksvoll war das bei Start und Landung.

Und noch ein unvermeidliches Foto mit Flügel und Wolken.

Nach einer Stunde Flug bin ich sicher in Stockholm Arlanda gelandet. Am Gepäckband war auch gleich eine Wechselstube in der ich meine restlichen Euros in schwedische Kronen umtauschen konnte. Leider war dort die Schlange nicht lang genug, so dass die Wartezeit auf das Gepäck nicht vollständig überbrückt werden konnte. Kurz vor meinem Gepäck kam Steffen und wir haben uns auf den Weg nach Stockholm mit dem Arlanda Express gemacht.