Montag, 8. Juni 2009

Nichts neues in Stockholm...

... auch keine neue Zugangskarte. Da ich am anderen Standort von HP bin und dort mein Mitarbeiterausweis nicht freigeschaltet ist, wurde für mich ein neuer beantragt. Letzten Freitag habe ich dann eine Mail bekommen, dass ich bis 3pm in den Servicepoint kommen soll, damit ein Foto von mir gemacht werden kann. Leider kam die Mail um 2Uhr 58. Also musste ich heute morgen dort hin. Nach ungefähr 8 Versuchen war dann auch mal ein vernünftiges Foto entstanden. Scheinbar waren meine Reflexe wieder mal so gut, dass ich auf jedem Bild mindestens ein Auge zu hatte.
Die freundliche Dame versprach mir eine Mail zu schicken wenn mein Ausweis fertig ist. Um kurz vor drei bin ich dann aber doch einfach mal so vorbeigegangen. (Vielleicht wurde es ja vergessen) Aber leider war der Ausweis wirklich noch nicht fertig. Der nun anwesende Herr hat sich meine Telefonnummer notiert und versprach mich morgen anzurufen. Ich hoffe mal er ist dann auch wirklich fertig. Sonst muss ich mir noch ein paar Tage lang jeden Morgen einen temporären Ausweis besorgen.

Überhaupt das Zugangssystem. In Deutschland reicht es einmal am Eingang seinen Ausweis vorzuzeigen bzw. damit eine Tür zu öffnen. Hier muss ich einmal ein Drehkreuz hinter mich bringen um auf das Gelände zu kommen. Dann um in das Gebäude zu kommen und dann noch einmal um in die Abteilung zu gelangen. Und das ganze Spiel auch wieder um Abends das Gebäude zu verlassen. Insofern brauche ich den Ausweis dringend und kann nicht einfach morgens mit jemand anderem durch den Eingang schlüpfen.

Heute Mittag war ich dann mit ein paar schwedischen Kollegen essen. Leider haben sie nur dann englisch gesprochen wenn sie direkt mit mir geredet haben. Den Rest der Zeit habe ich vor lauter böhmischen Dörfern nur Bahnhof verstanden so spanisch kam mir das vor. In der Kantine ist mir aber erneut aufgefallen, dass in Schweden
  1. Es eigentlich keinen, von den biologischen mal abgesehen, Unterschied zwischen Frauen und Männern zu geben scheint.
  2. Die Familie einen anderen Stellenwert hat.
Es schien völlig natürlich, dass in der Kantine Männer mit Kinderwagen und kleinen Kindern saßen. In Deutschland habe ich noch keine Kinder in der Kantine gesehen.

Sonntag, 7. Juni 2009

Soldaten im Parkverbot

Ich war heute in Gamla Stan, der Altstadt von Stockholm. Dabei bin ich auch am Schloß vorbeigekommen. Dort fand scheinbar gerade der Wachwechsel statt. Jedenfalls marschierten und musizierten Soldaten durch den Hof. Hier mal ein paar Impressionen:

Und hier auch noch ein kleines Video der musizierenden Horden:



Zwischendurch haben die Trommler auch noch ein wenig Hampelmann gemacht:

Aber dann hat es mir wirklich die Sprache verschlagen. Da hat doch tatsächlich jemand seine Soldaten im Parkverbot abgestellt.

Volvo Ocean Race in Stockholm

Vom 14. bis zum 25. Juni ist das Volvo Ocean Race in Stockholm. Der genaue Zeitplan kann hier gefunden werden. Dort werde ich mit Sicherheit vorbeischauen und berichten. Besonders der Citysprint am 17. Juni interessiert mich.
Da Ericsson nicht unerheblich in das Rennen involviert ist hoffe ich außerdem vielleicht noch ein paar Blicke hinter die Kulissen werfen zu können.

Endlich Ruhe

Da ich befürchte, dass es noch ein wenig dauert bis die Lüftung repariert wird habe ich gestern selbst Hand angelegt. Herausgekommen ist die obige Konstruktion. Da sowieso viel zu viele Decken vorhanden sind habe ich einfach eine davon genommen und zwischen Schrank, Schranktür und Zimmerdecke eingeklemmt. Dadurch ist die Lüftung zwar jetzt nutzlos, aber immerhin treibt sie mich nicht mehr in den Wahnsinn.
Nach der ersten ruhigen Nacht kann ich auch sagen, dass es wirklich erheblich leiser geworden ist. Dafür hört man jetzt den Kühlschrank. Ich befürchte das ist wie beim PC. Wenn man das lauteste Teil endlich leise hat hört man, dass ein anderes Teil auch noch Krach macht.

Insel, Brücke, Insel, Brücke, Sackgasse

Nach der Entäuschung in Kista habe ich mich direkt auf den Weg in die Innenstadt nach Stockholm gemacht. Mein Ziel war es endlich mal etwas von dem Wasser zu sehen was es in Stockholm so reichlich geben soll. Auf dem Weg dahin habe ich aber erstmal feiernde Dänen
und sehr viele Schweden mit Fahnen gesehen. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, dass die Schweden sich auch einfach auf das Fußballspiel freuen. Erst später habe ich erfahren, dass der 6. Juni der schwedische Nationalfeiertag ist.

Stockholm rühmt sich damit auf 14 Inseln erbaut worden zu sein. Diese sind angeblich mit 57 Brücken verbunden. Zum Vergleich: Hamburg hat weit über 2000 Brücken. Dummerweise kann man in Stockholm schnell in eine Sackgasse laufen. Nach zwei Inseln war Ende. Es gab keine Brücke mehr mit der ich auf eine neue Insel gelangen könnte. Also musste ich wieder umkehren. So habe ich aber wenigstens noch ein paar Stadtteile übrig die ich in den nächsten Tagen erkunden kann.

Diese königliche Brücke...
...führt nicht nur zu diesem Schiff...
...sondern auch in eine Sackgasse. Den Freizeitpark konnte ich nicht erreichen.

Auf dem Weg habe ich dann noch die schwedische Art des Polos gesehen. Man nehme zwölf Schweden die sich, ihrem Outfit nach zu urteilen, zur Oberschicht zählen. Dazu kommt dann noch ein Croquet-Set aus dem Spielzeuggeschäft. (Da bin ich mir sicher, weil die Einkaufstüte mit der Verpackung noch auf dem Rasen lag) Dann nehmen sechs Leute jeweils einen anderen huckepack und los gehts. Das mag zwar ganz lustig sein, aber wenn man dazu kurze Hosen, schwarze Lackschuhe, Kniestrümpfe und Sacko trägt wirkt das alles ziemlich peinlich.

Samstag, 6. Juni 2009

Schweden vs. Dänemark

Heute ist Nationalfeiertag der Schweden. Vor 486 Jahren am 6. Juni 1523 wurde König Gustav Wasa gekrönt und Schweden löste sich von Dänemark los. Zudem endete am 6. Juni 1660 der Krieg zwischen Schweden und Dänemark durch den Frieden von Kopenhagen.
So und warum erzähle ich das jetzt alles? Nein ich bin nicht plötzlich an Geschichte oder noch schlimmer an Schweden interessiert. Es ist nur so, dass die beiden Länder sich am heutigen Tage erneut gegenüberstehen und aufeinander schießen. Nur diesesmal vertreten durch ihre Fußballnationalmanschaften.

Das Spiel findet im Stadion in Solna statt. Vom Hotel aus ist dieses ca. 500m Luftlinie entfernt. D.h. ich kann die Fans hören, die Blitze ihrer Kameras sehen und sehe den Hubschrauber der das Stadion von oben aufnimmt. Das Spiel verfolge ich dennoch lieber am Fernseher, denn das Spielfeld bleibt mir von hier aus verborgen.

Nachtrag: Das Spiel war langweilig (Kein Wunder, es waren Schweden dran beteiligt) und Dänemark hat 1:0 gewonnen. Die Schweden haben dabei keine gute Figur gemacht. Ein Elfmeter wurde vom dänischen Torwart gehalten. Das 1:0 fiel nachdem ein schwedischer Abwehrspieler eine Flanke die ins Aus gegangen wäre wunderbar vor die Füße des dänischen Stürmers gelegt hat.

Der höchste Turm Stockholms

Heute habe ich einen (sehr) kleinen Ausflug nach Norden gemacht. Genau genommen nach Kista (ausgesprochen Chiesta oder so) welches von hier aus zwei Stationen mit der Metro entfernt ist. Dort sollte sich ein Einkaufszentrum und der höchste Turm Stockholms befinden.

Das Einkaufszentrum, die Kista Galeria, sieht von außen erstmal gar nicht so toll und groß aus.
Im Inneren war es zwar auch nicht gerade berauschend, aber zumindest besser als der äußere Eindruck.
Daneben befindet sich der Kista Science Tower. Er ist das angeblich höchste Gebäude in Stockholm. Klingt erstmal imposant, aber wenn man an das größte Kaufhaus Schwedens denkt kann man sich schon denken was das heißt. Mit gerade einmal 30 Stockwerken und 128m Höhe ist es nun auch wirklich nicht so groß.

Alles in allem war Kista ein ziemlicher Reinfall. Ich bin froh, dass das dortige Hotel ausgebucht war und wir nun in Solna untergebracht sind. So ist zumindest der Weg nach Stockholm kürzer. Diesen habe ich auch direkt danach angetreten und mir noch ein wenig die Stadt angeguckt.